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Käufer aus Eurozone streben an Londoner Wohnimmobilienmarkt

Die Krise der Eurozone beflügelt nach Angaben der Immobilienberatung Knight Frank die Preise für hochwertige Wohnimmobilien in London. Demnach sind die Kaufpreise für Luxusobjekte in Central London im Monat April um 1,3 Prozent geklettert.

Damit sei im dreizehnten Monat in Folge ein Preisanstieg registriert worden, womit das Preisniveau mittlerweile 21 Prozent über dem Tiefpunkt im März 2009 liege. Während die Preise weiter nach oben steigen, ist das Transaktionsvolumen im April 2010 allerdings um 23 Prozent unter das Niveau des Vormonats gesunken. Laut Knight Frank lag dies daran, dass viele Kaufinteressenten zunächst den Ausgang der Wahlen abwarten wollten. Weiter angezogen hat jedenfalls die Nachfrage internationaler Investoren. Im Segment der Topobjekte mit einem Wert von mehr als zwei Millionen Pfund gingen laut Knight Frank 56 Prozent der Abschlüsse auf das Konto ausländischer Käufer.

„Das schwache Pfund zieht immer mehr ausländische Anleger aus immer mehr Nationen nach London“, berichtet Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank in London verantwortet. Derzeit kauften vor allem Deutsche, Inder, Pakistanis und Griechen hochpreisige Wohnobjekte in Central London.

Insgesamt seien Europäer im Allgemeinen und Griechen im Besonderen am Markt sehr präsent. In den letzten drei Jahren haben griechische Käufer laut Knight Frank etwa drei Prozent der Wohnimmobilien im Wert von mehr als zwei Millionen Pfund erworben. In den letzten sechs Monaten bis Ende März 2010 habe sich dieser Anteil auf sechs Prozent verdoppelt. „Londoner Topobjekte als sicherer Hafen für das Geld war dabei für viele ein starkes Motiv“, so Bailey. Der Marktanteil der griechischen Käufer liege allerdings immer noch unter den Werten von italienischen (13 Prozent) oder russischen Investoren (15 Prozent). (bk)

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