Offene Fonds: Mehr Objektverkäufe in 2009

Offene Immobilienfonds (OIF) haben im Jahr 2009 – sicherlich nicht zuletzt aufgrund der anhaltenden Liquiditätskrise – ihre Portfolios angepasst. 91 Liegenschaften wurden veräußert, 58 Objekte wurden erworben. Das gesamte Transaktionsvolumen lag bei 7,5 Milliarden Euro. Die Zahlen stammen aus einer Untersuchung des BVI Bundesverband Investment und Asset Management per 31. Dezember 2009.

KooperationInsgesamt wurden 149 Transaktionen getätigt. Laut BVI zeigt der Jahresvergleich einen Anstieg der Verkäufe (2008: 77 Verkäufe) bei gleichzeitigem Rückgang der Käufe (2008: 202 Zukäufe). Die Verkaufsaktivitäten der OIF-Fondsmanager sind nach Verbandsangaben Beleg dafür, dass der Markt für Gewerbeimmobilien wieder belebter gewordenen ist. Allerdings dürfte auch die Tatsache eine nicht unerhebliche Rolle gespielt haben, dass OIF, die aufgrund von Liquiditätsengpässen die Anteilsscheinrücknahme ausgesetzt hatten, Objekte veräußert haben, um wieder flüssig zu werden.

Allein in Deutschland wurden im Berichtszeitraum 64 Immobilien veräußert, im Ausland sind es 27 Objekte gewesen. Bei den Käufen standen mit 37 Immobilien Objekte im Ausland im Fokus, im Inland wurden 21 Immobilien erworben. Durch die internationale Ausrichtung der OIF sieht der BVI eine ausgewogene Portfoliostruktur und damit eine Risikominderung erreicht.

Im Schnitt hielten OIF den Verbandszahlen zufolge Ende 2009 28,5 Prozent ihrer Bestände in Deutschland. Im europäischenAusland stehen Frankreich mit 19,3 Prozent, Großbritannien mit 9,8 Prozent und die Niederlande mit 6,7 Prozent ganz oben in der Gunst. Im Jahresvergleich stieg die durchschnittliche Quote der Liegenschaften in Euro-Ländern – ohne Deutschland – auf 42,5 Prozent leicht an (2008: 41,4 Prozent).

Weniger ertragreich hingegen sind den Fondsmanagern nach BVI-Angaben osteuropäische Immobilien erschienen: Im Schnitt liegen lediglich 1,6 Prozent der Bestände der OIF in Polen, 1,4 Prozent in Tschechien und 0,3 Prozent in Ungarn. Jüngst hatte der Großanleger-OIF Degi Global Business inbesondere aufgrund von Problemen bei zwei osteuropäischen Objekten Bewertungskorrekturen in zweistelliger Höhe hinnehmen müssen. (te)

Foto: Shutterstock

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