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Offene Immobilienfonds: CS Euroreal bleibt geschlossen

Mit dem CS Euroreal [1] aus dem Hause Credit Suisse Asset Management verlängert ein weiterer offener Immobilienfonds seine Schonfrist und bleibt für Mittelabzüge gesperrt. Die Anteilsrücknahme wurde für weitere bis zu neun Monate ausgesetzt.

Nachdem bereits die Branchenwettbewerber Kanam und SEB ihre Fonds Grundinvest beziehungsweise Immoinvest geschlossen ließen [2], bleibt auch der mehr als sechs Milliarden Euro schwere CS Euroreal dicht. Bevor der Fonds für Rücknahmen geöffnet werde, seien klare gesetzliche Rahmenbedingungen sowie die notwendige Liquidität erforderlich, heißt es in einer Mitteilung von Credit Suisse AM.

Die Assetklasse der offenen Immobilienfonds steht unter erhöhtem Regulierungsdruck, da sie sich in einem grundsätzlichen Zwiespalt zwischen kurzfristigen Liquiditätsversprechen und langfristigen Investments befindet. Anfang Mai 2010 hatte das Bundesfinanzministerium unter anderem deshalb einen Diskussionsentwurf für ein Anlegerschutzgesetz veröffentlicht [3], der zu erheblichen Mittelabflüssen führte.

Der CS Euroreal hat laut eigenen Angaben 80 Millionen Euro frische Mittel eingesammelt, seitdem die Anteilsrücknahme am 19. Mai 2010 ausgesetzt wurde [4]. Die Bruttoliquidität beziffert Credit Suisse AM aktuell auf 13,6 Prozent des Fondsvermögens. Die de facto für die Rücknahme von Fonds-Anteilen verfügbare Netto-Liquidiät liegt mit 6,4 Prozent knapp über der gesetzlich vorgeschriebenen Quote von fünf Prozent. Das Fondsmanagement will aber Zeit gewinnen, um die Liquidität durch Immobilienverkäufe nachhaltig zu erhöhen. (hb)

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