- Finanznachrichten auf Cash.Online - https://www.cash-online.de -

Offener Immo-Fonds von UBS schließt die Pforten

Die Branche der offenen Immobilienfonds kommt nicht zur Ruhe: Mit dem UBS (D) 3 Sector Real Estate Europe hat ein weiterer Publikumsfonds die Rücknahme der Anteilsscheine mit sofortiger Wirkung ausgesetzt.

Nach Angaben der UBS Real Estate KAG mit Sitz in München werden Rücknahmeverlangen, die nach dem 6. Oktober 2010 um 12 Uhr eingegangen sind, nicht mehr ausgeführt. Die Aussetzung gilt für einen Zeitraum von zwölf Monaten.

Damit reagiere das Unternehmenauf die Entwicklungen der letzten Wochen. Am 22. September 2010 hatte die Bundesregierung den Entwurf zum Anlegerschutzgesetz vorgelegt, das auch neue Regulierungsmaßnahmen für offene Immobilienfonds [1] (OIFs) vorsieht. Laut UBS Real Estate hat die künftige strengere Reglementierung der Rückgabemöglichkeit mutmaßlich dazu geführt, dass Anleger in großem Umfang Anteilscheine an derzeit fungiblen offenen Immobilienfonds veräußert haben.

Zwei weitere Nachrichten hatten in der vergangenen Woche Unruhe ausgelöst: Zum einen setzte der Immobiliendachfonds “Premium Management Immobilien-Anlagen – P – EUR“ von Allianz Global Investors [2], der zu einem wesentlichen Anteil in OIFs investiert ist, die Rücknahme von Anteilscheinen auf unbestimmte Zeit aus. Zum anderen kündigte der Anbieter Kanam die Auflösung seines in US-Dollar notierten offenen Immobilienfonds US-Grundinvest [3] an.

„In der Folge kam es beim UBS (D) 3 Sector Real Estate Europe zu erheblichen Abflüssen, welche die Aussetzung der Rücknahme von Anteilscheinen unabdingbar machen“, teilt UBS Real Estate mit. Die Abflüsse seien im Wesentlichen von der vorgenannten Entwicklung verursacht und losgelöst von den Fundamentaldaten des Fonds zu betrachten. Der Fonds weist per 7. Oktober 2010 mit eine Zwölf-Monats-Performance von zwei Prozent auf. Die Nettomietrendite für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009/2010 lag bei 4,8 Prozent. Eine Zeichnung von Anteilscheinen des UBS (D) 3 Sector Real Estate Europe ist weiterhin möglich. (bk)

Foto: Shutterstock