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Retail-Investments in Europa: Fokus auf fünf Märkte

Die Umsätze auf dem europäischen Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien haben im dritten Quartal 2010 ein Volumen von 7,3 Milliarden Euro erreicht und konzentrieren sich auf eine kleine Anzahl von Märkten. Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Polen und Spanien, vereinigen zusammen 90 Prozent des Investitionsvolumens auf sich. Dies ist das Ergebnis des Marktberichts der Immobilienberater CB Richard Ellis (CBRE) zur Retailimmobilienmesse Mapic.

Unter den fünf führenden Expansionsmärkten für Einzelhändler in Europa dominieren Deutschland und Großbritannien im dritten Quartal 2010 den Investmentmarkt und verzeichneten Umsatzsteigerungen von 30 beziehungsweise 22 Prozent. Jan Dirk Poppinga, Head of Retail Investment bei CBRE in Deutschland kommentiert die Marklage: “Das Interesse an Deutschland nationaler sowie internationaler Investoren, die in Einzelhandelsimmobilien investieren wollen, hat in den vergangenen Quartalen kontinuierlich zugenommen. Dies liegt nicht nur dem hohen Wirtschaftswachstum sondern ist auch den international vergleichsweise geringen Einzelhandelsflächen pro Kopf geschuldet. Wir erwarten neben einer weiter steigenden Nachfrage in diesem Immobiliensegment auch steigende Kapitalwerte für Einzelhandelsimmobilien.”

Im Unterschied zu Deutschland wurden laut CBRE in Großbritannien im dritten Quartal 2010 nur wenige, aber dafür sehr große Einzelhandelsimmobilieninvestments getätigt. In Frankreich, Polen und Spanien wurden im dritten Quartal 2010 jeweils mehr als 450 Millionen Euro in Einzelhandelsimmobilien investiert, dabei gingen die Investitionen in Einzelhandelsimmobilien in Frankreich im Quartalsvergleich zurück, während Polen und Spanien im Vergleich zum zweiten Quartal 2010 Steigerungen verzeichnen konnten. Diese kommen in erster Linie durch eine Vielzahl von kleineren Transaktionen zustande.

“Wenngleich sich die Investmentumsätze in diesem Immobiliensegment europaweit als robust erweisen, sind diese doch stark auf die Kernmärkte und entsprechende Lagen konzentriert. Das Investoreninteresse an weniger zentralen Lagen und Metropolen der zweiten Reihe ist dagegen weniger ausgeprägt. Die Nachfrage nach spanischen Einzelhandelsimmobilien hat besonders seit dem Sommer zugenommen. Hier wollen Investoren von einem relativ sachwachen Marktumfeld profitieren”, so Poppinga abschließend. (te)

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