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Rics erwartet weltweiten Anstieg von Notverkäufen

Die Immobilienexperten des internationalen Berufsverbands Royal Institution of Chartered Surveyors (Rics) rechnen damit, dass das Volumen fauler Kredite im ersten Quartal weltweit wieder ansteigt. Am stärksten betroffen sind nach Einschätzung der Fachleute die Immobilienmärkte in den USA und Japan, wo das Angebot an Objekten aufgrund des Verkaufsdrucks entsprechend steigen werde.

Die befragten Immobilienprofis gehen in 76 Prozent der untersuchten Ländern davon aus, dass die Anzahl der ausfallbedrohten Immobilienkredite zunimmt. Dies gelte vor allem für die USA, Japan, China, Deutschland und die Vereinigten Arabischen Emirate.

In den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres hatten bereits 70 Prozent der untersuchten Länder eine Zunahme notleidender Immobilienkredite verzeichnet, was allerdings bereits einer Entspannung gegenüber dem dritten Quartal 2009 bedeutete, als der Wert bei 80 Prozent lag.

Rics-Ökonom Oliver Gilmartin: „Wir verzeichnen insgesamt einen leichten Rückgang bei der Geschwindigkeit, mit der Immobilien, die mit notleidenden Krediten finanziert sind, auf den Markt kommen. Wir rechen allerdings mit einer Zunahme der Fremdkapitalkosten im Laufe dieses Jahres. Dies könnte wieder zu einem Anstieg des Angebots führen.“

Während die USA bei Notverkaufsangeboten von einem steigenden Interesse einiger Spezialinvestoren profitieren könnten, falle die internationale Nachfrage in Japan fällt dagegen geringer aus, so Gilmartin weiter. (hb)

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