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W&W-Gruppe mit Zuwächsen im Neugeschäft

Die auf Vorsorgethemen spezialisierte Wüstenrot & Württembergische (W&W) hat in den ersten neun Monaten 2010 in den Geschäftsfeldern Bausparbank und Versicherungen im Neugeschäft deutlich zugelegt.

Alexander Erdland, W&W

Wie bereits zum Halbjahr [1], lag auch zum Ende des dritten Quartals das Ergebnis der Stuttgarter Finanzdienstleitungsgruppe über Plan. Erreicht wurden 144,4 Millionen Euro, geplant waren 105 Millionen. Für das Gesamtjahr rechnet die W&W-Gruppe nunmehr mit einem IFRS-Jahresüberschuss von 160 bis 170 Millionen Euro.

Das Brutto-Bausparneugeschäft nach Bausparsumme konnte zum 30. September 2010 erheblich gesteigert werden. Zusammen mit der erworbenen Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) [1] ist das Bruttoneugeschäft von Wüstenrot um 35,8 Prozent auf 10,5 (Vorjahr: 7,7) Milliarden Euro gestiegen. Die Bausparkasse hat Unternehmensangaben zufolge damit seinen Marktanteil weiter ausbauen können und den zweiten Platz im deutschen Bausparmarkt gefestigt. In der Baufinanzierung wurde konzernweit ein Neugeschäft von 4,3 Milliarden Euro gegenüber vier Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum erzielt.

Der Neubeitrag in der Personenversicherung ist zum 30. September ebenfalls gestiegen und erreichte 664,6 (Vorjahr: 475,2) Millionen Euro. Diese Entwicklung war geprägt von einem Zuwachs der Einmalbeiträge. Gemessen am Annual Premium Equivalent (APE) lag das Neugeschäft bei 165,2 Millionen Euro, nach 147,4 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Laut W&W wird dabei auf die Kollektiv-Verträglichkeit der Verträge geachtet. In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das Neugeschäft, gemessen am Jahresbestandsbeitrag, um 8,3 Millionen Euro auf 158,2 Millionen Euro.

Die operative Geschäftsentwicklung spiegelt sich laut W&W auch in der Ertragslage wider. Wie bereits zum Halbjahr mitgeteilt [1], erwartet die Gruppe im Gesamtjahr mit 160 bis 170 Millionen Euro einen höheren Konzernjahresüberschuss als ursprünglich geplant (140 Millionen), sofern keine überraschenden, besonderen Schaden-, Kredit- oder Kapitalmarktereignisse das IFRS-Ergebnis beeinträchtigen.

Das Neunmonatsergebnis von 144,4 Millionen Euro bleibt Unternehmensangaben zufolge wie geplant aufgrund von Investitionen in das Zukunftsprogramm “W&W 2012” und Integrationsaufwendungen unter dem anteiligen Vorjahreswert (184 Millionen Euro).

“Wir werden alles daran setzen, unsere Potentiale weiter zu heben. Dies ist auch wichtig vor dem Hintergrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus sowie höherer regulatorischer Anforderungen als Konsequenz aus der Finanzmarktkrise”, kommentiert der W&W-Vorstandsvorsitzende Dr. Alexander Erdland das Ergebnis. (te)

Foto: W&W