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W&W-Gruppe weiter auf Wachstumskurs

Die auf Vorsorgethemen spezialisierte Wüstenrot & Württembergische-Guppe (W&W) hat ihr Neugeschäft im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum deutlich steigern können. Das Halbjahres-Ergebnis liegt mit 100,9 Millionen Euro über dem zeitanteiligen Plan von 70 Millionen Euro. Für das Gesamtjahr wird die Prognose für den IFRS-Jahresüberschuss des W&W-Konzerns auf mehr als 160 Millionen Euro erhöht.

Die Bausparkasse Wüstenrot hat im ersten Halbjahr das Brutto-Neugeschäft um 27 Prozent auf 5,8 Milliarden Euro gesteigert. Die Bausparabschlüsse der [1]jüngst erworbenen Allianz Dresdner Bauspar AG (ADB) [2] hinzugerechnet, betrug das Bruttoneugeschäft 7,1 Milliarden Euro. Das Neugeschäft in der Baufinanzierung erreichte konzernweit 2,6 Milliarden Euro gegenüber 2,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Die Steigerung beträgt damit rund zehn Prozent.

Bei der Württembergische Versicherungen kletterte der Neubeitrag in der Personenversicherung über die  im Berichtszeitraum um 56 Prozent von 280 Millionen Euro auf 437 Millionen Euro. Geprägt wurde diese Entwicklung Unternehmensangaben zufolge durch einen deutlichen Zuwachs der Einmalbeiträge. Der Neuzugang erreichte in der Personenversicherung – branchenüblich gemessen am Annual Premium Equivalent (APE) – 110 Millionen Euro, nach 94,2 Millionen Euro im Jahr zuvor. In der Schaden- und Unfallversicherung stieg das Neugeschäft, gemessen am Jahresbestandsbeitrag, um 6,3 Millionen Euro auf 118,6 (Vorjahr: 112,3) Millionen Euro.

Positiver Ergebniseffekt – Integrationsaufwendungen und Investitionen

Der IFRS-Konzernüberschuss der W&W betrug im ersten Halbjahr des laufenden Jahres 100,9 (Vorjahr: 134,7) Millionen Euro. Damit habe der Vorsorge-Spezialist den anteiligen Ergebnis-Plan in Höhe von 70 Millionen Euro deutlich übertroffen. Die Planung habe aufgrund der Investitionen in das Zukunftsprogramm “W&W 2012” und der Integrationsaufwendungen für die 2009 erworbene Victoria Vereinsbank AG (VVB) unter dem Vorjahreswert gelegen.

Seite 2: Effekte der ADB-Verschmelzung auf die Wüstenrot Bausparkasse [3]

Der Kauf der ADB wurde am 7. Juli 2010 rechtlich vollzogen, die eigentliche Verschmelzung mit der Wüstenrot Bausparkasse AG ist für Anfang Oktober 2010 vorgesehen [2]. Im Zuge der Konsolidierung der ADB wird erwartet, dass der W&W-Konzern im dritten Quartal 2010 von einem positiven Wert- und Ergebnisbeitrag profitiert. Nach vorläufiger Ermittlung wird der Erstkonsolidierungseffekt nach IFRS 3 Unternehmensangaben zufolge rund 98 Millionen Euro betragen. Dem Erstkonsolidierungseffekt stehen jedoch Integrationsaufwendungen und erhebliche Investitionen in den Vertriebsausbau sowie in Marketingmaßnahmen gegenüber.

Unternehmensangaben zufolge wird der W&W-Konzern im Gesamtjahr insgesamt sein bisheriges Ergebnis-Ziel von 140 Millionen Euro deutlich übertreffen. Aller Voraussicht nach sei mit einem IFRS-Konzernüberschuss von mehr als 160 Millionen Euro zu rechnen.

Neue Vertriebswege durch den Erwerb der ADB

Alexander Erdland, W&W

“Mit dem Erwerb der ADB haben wir strategisch wichtige Vertriebskanäle erschlossen, in denen künftig Bausparverträge der Marke Wüstenrot vertrieben werden. Die Vorbereitungen dafür laufen planmäßig”, berichtet Dr. Alexander Erdland, Vorstandsvorsitzender der W&W. Schon zum 2. September 2010 werde Wüstenrot exklusiver Bauspar-Produktlieferant der Commerzbank. Zum Jahresbeginn 2011 wird dann auch der Verkauf von Wüstenrot-Produkten bei der Allianz und der Oldenburgischen Landesbank sowie den freien Finanzvertrieben als bisherigen Partnern der ADB anlaufen. (te)

Foto: W&W