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Wohnportfolio-Investments verzeichnen deutlichen Anstieg

Im ersten Halbjahr 2010 wurden in Deutschland knapp 2,3 Milliarden Euro in Wohnportfolios investiert. Damit legte das Volumen um gut 35 Prozent zu gegenüber der ersten Vorjahreshälfte. Dies ergibt eine Analyse für das erste Halbjahr 2010 von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

„Auch wenn das Transaktionsvolumen noch weit von den Rekordumsätzen der Boomjahre entfernt ist, setzt sich der seit Mitte 2009 zu beobachtende positive Trend unvermindert fort“, erläutert Oliver Schötz-van der Hoff, Director National Residential Investment von BNPPRE. Dies gelte insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Milliardendeals in den Jahren 2005 bis 2008 eine Sondersituation darstellten, die sich so schnell nicht wiederholen dürfte.

Auffallend sei, so BNPPRE, die relativ homogene Verteilung des Transaktionsvolumens. Zwar entfielen rund 49 Prozent auf Großdeals mit mindestens 100 Millionen Euro, aber auch die übrigen Kategorien beteiligten sich rege am Marktgeschehen. An erster Stelle liegen mit einem Anteil von rund 37 Prozent die Equity/Real Estate Funds, die überwiegend im eher unteren Preissegment investieren. Aber auch institutionelle Investoren, die indirekt über Spezialfonds anlegen (14 Prozent) oder Pensionskassen (knapp 14 Prozent) waren sehr aktiv.

Gleiches gilt für Immobilienunternehmen mit einem Anteil von gut 15 Prozent, die häufig ihre vorhandenen Bestände ergänzen. Mit über 10 Prozent waren darüber hinaus Immobilien-AGs am Umsatz beteiligt. Fast die Hälfte des Transaktionsvolumens entfällt wieder auf ausländische Anleger, deren Anteil damit etwas höher liegt als bei den gewerblichen Investments.

„Auch für den weiteren Jahresverlauf deutet vieles auf ein steigendes Investitionsvolumen hin“, prognostiziert Schötz-van der Hoff. Dafür sprächen nicht nur aktuell laufende Verhandlungen für mehrere Deals sowie vorliegende Gesuche, sondern auch die in vielen Umfragen erkennbare Absicht institutioneller Investoren, ihr Engagement auf Wohnimmobilien auszuweiten.

Nachgefragt würden dabei sowohl relativ einfache, aber gut vermietete Bestände, als auch hochwertige Projektentwicklungen in guten Lagen. Demzufolge variieren die Preise sowie die Multiplikatoren sehr stark. (hb)

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