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Energetische Sanierung: Knappe Mehrheit der Mieter würde sich beteiligen

Ein Großteil des Wohnungsbestands in Deutschland entspricht nicht dem energetischen Standard. Eine Umfrage im Auftrag der BHW Bausparkasse ergab, dass etwas mehr als die Hälfte der Mieter bereit wäre, sich an den Sanierungskosten zu beteiligen.

Die Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich eine angemessene Beteiligung von Mietern und Eigentümern am energetischen Umbau im Immobilienbestand. Das ergab die von Emnid durchgeführte repräsentative Umfrage. Demnach sind 52 Prozent der Deutschen der Meinung, dass Mieter und Eigentümer die Kosten gemeinsam tragen sollten.

Besonders ausgeprägt ist diese Auffassung bei der jungen Generation: 60 Prozent der unter 30-Jährigen unterstützen das Prinzip der geteilten Kosten. 41 Prozent aller Befragten sind dagegen der Ansicht, dass die Hausbesitzer die Investitionen für eine energetische Sanierung allein aufbringen sollten. Nur drei Prozent sehen ausschließlich die Mieter in der Pflicht.

Die energetische Sanierung ist ein wirtschaftliches Großprojekt. Mehr als 15 Millionen Wohngebäude in Deutschland wurden vor 1995 erbaut. “Die Investitionen für den energetischen Umbau erfordern die Bündelung aller Kräfte. Eigentümer und Mieter profitieren gleichermaßen von nachhaltig sinkenden Energiekosten und CO2-Emissionen”, sagt Dieter Pfeiffenberger, Vorstandsvorsitzender der BHW Bausparkasse. Derzeit wird pro Jahr knapp ein Prozent des deutschen Wohnungsbestands energetisch saniert. Um die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen, wäre jedoch eine Quote von drei Prozent notwendig.

Immerhin 52 Prozent der Befragten würden ihren Beitrag bis zur Höhe der Heizkosteneinsparung leisten. 21 Prozent stimmten sogar zu, sich durch höhere Mieten oder Investitionen noch stärker zu beteiligen. Dagegen wollen sich 21 Prozent “mit keinem Cent” beteiligen. (bk)

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