JLL: Gewerbeimmobilienmarkt bleibt 2012 voraussichtlich stabil

Die Nachfrage nach Büro-, Einzelhandels- und Industrie-Immobilien in den Spitzenlagen europäischer Immobilienhochburgen wird nach Prognosen von Jones Lang LaSalle in 2012 positiv bleiben. Daher bewegten sich die Renditen auf stabilem Niveau.

buerotuerme-shutt_46606915Der Immobilienberater teilt mit, aktuelle Prognosen würden darauf hindeuten, dass im kommenden Jahr mit einer stabilen Nachfrage zu rechnen sei – vorausgesetzt man lasse Worst-Case-Szenarien außen vor. „Vor dem Hintergrund einer drastischen Verschlechterung des Konjunkturumfelds überrascht es nicht, dass die Erwartungen leicht heruntergeschraubt wurden. Jones Lang LaSalle geht dabei von einem moderaten Mietpreiswachstum aus – über alle wichtigen Spitzenimmobilien-Sektoren hinweg“, sagt Andrew Burrell, Leiter Forecasting bei JLL Emea Research. Das jeweilige Spitzensegment werde sich zudem – im Vergleich zum letzten globalen Abschwung – als robuster gegenüber konjunkturellen Veränderungen erweisen.

Obwohl die Stimmung auf den Investmentmärkten durch die konjunkturelle Unsicherheit gelitten habe, dürften die Renditen bei Spitzenimmobilien in den nächsten zwölf Monaten stabil bleiben, so der Immobilienberater. So rechnet JLL bei der Entwicklung der Spitzenmieten in Europa mit einem durchschnittlichen Zuwachs um 4,5 Prozent für Büroobjekte. Für den Sektor Einzelhandel sei ein Plus von 2,4 Prozent zu erwarten, für den Logistikbereich von 1,3 Prozent. Bei der Entwicklung der Spitzenrenditen erwartet JLL, dass diese für Büroobjekte mit durchschnittlich 5,3 Prozent konstant bleibt, für die Bereiche Einzelhandel und Logistikimmobilien sei jeweils von einem leichten Nachgeben um 0,1 Prozentpunkte auf 5,1 und 7,4 Prozent auszugehen. „Trotz dieses optimistischen Bildes bleiben schwerwiegende Risiken weiterhin bestehen, am deutlichsten die Unsicherheit rund um die Eurozonen-Krise. Es muss noch viel getan werden, um das Vertrauen in den Markt wieder zu gewinnen“, sagt Burrell.

Nach Aussage von Robert Stassen, Leiter Emea Capital Markets Research bei JLL, sind etablierte Standorte nach wie vor gut gefragt. „Wir beobachten bei allen Spitzenimmobilien in traditionellen Zentren wie London, Paris und München nach wie vor ein starkes Interesse. Sie gelten als risikoarm, die Preise bleiben hoch“, erläutert er. Das Wachstum werde hauptsächlich durch Märkte in Nord- und Osteuropa angekurbelt, wobei mittel- und osteuropäische Zentren wie Moskau und Warschau im kommenden Jahr die spannendsten Perspektiven hätten. (bk)

Foto: Shutterstock

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