18. Juli 2011, 13:55
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Investoren kaufen mehr Wohnimmobilien

Im ersten Halbjahr 2011 wurden in Deutschland gut 2,54 Milliarden Euro mit größeren Wohnimmobilieninvestments umgesetzt und damit elf Prozent mehr als vor einem Jahr. Dies ergibt eine aktuelle Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Hauser-reihe-shutt16362724-123x150 in Investoren kaufen mehr WohnimmobilienInsgesamt wurden 107 Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von knapp 43.000 Wohneinheiten registriert. Der durchschnittliche Kaufpreis pro Transaktion ist nach Angaben von BNP Parisbas aufgrund der lebhaften Nachfrage im kleinteiligen und mittleren Marktsegment von 36 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2010 auf knapp 24 Millionen Euro gesunken. Die Verteilung des Gesamtumsatzes auf die einzelnen Größenklassen sei sehr homogen und der Anteil der ausländischen Investoren habe sich leicht auf 36 Prozent verringert.

Bestandsportfolios lagen mit einem Anteil von 55 Prozent an der Spitze der Beliebtheitsskala, was laut BNP Parisbas unter anderem an Großtransaktionen lag. Dazu zählten etwa die Übernahme der Mehrheitsanteile der Colonia Real Estate durch die TAG Immobilien AG und der Verkauf von rund 2.600 Wohnungen der Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft. Der erzielte Durchschnittspreis für Portfolios lag demnach bei rund 770 Euro pro Quadratmeter und vor allem Immobilien-AGs und Equity/Real Estate Funds traten in diesem Marktsegment als Käufer in Erscheinung. Ältere Bestandsobjekte machten 31 Prozent des Umsatzes aus.

Elf Prozent des Transaktionsvolumens und damit rund 275 Millionen Euro wurden in Immobilienprojekte investiert, die sich fast ausschließlich in den zentralen Lagen der großen deutschen Städte befanden. Besonders aktiv in diesem Segment sind laut BNP Parisbas Versicherungen, Pensionskassen und auf Core-Produkte ausgerichtete Spezialfonds, die dort zusammen auf einen Anteil von rund 60 Prozent kommen. Die durchschnittlichen Verkaufspreise in diesem Segment liegen bei rund 2.650 Euro pro Quadratmeter, würden im Einzelfall aber deutlich überschritten.

„Auch für die zweite Jahreshälfte zeichnet sich ein weiterhin lebhaftes Marktgeschehen ab. Insbesondere im kleinteiligeren und mittelgroßen Segment besteht eine ungebrochen große Nachfrage“, erläutert Piotr Bienkowski, Geschäftsführer von BNP Paribas Real Estate Deutschland. „In welchem Umfang große Portfolioverkäufe über 100 Millionen Euro stattfinden werden, bleibt dagegen abzuwarten, auch wenn sich einige Deals in Vorbereitung befinden.“ Insgesamt sei aber davon auszugehen, dass 2011 das Transaktionsvolumen des Vorjahres überschritten werde und sich der positive Gesamttrend fortsetze. Mittelfristig wird sich nach Aussage von Bienkowski aber auch das Angebot an Projekten ausweiten, da einige größere Städte aufgrund der zunehmenden Wohnungsknappheit den Wohnungsbau massiv ausweiten wollten. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Zahnärzte erhalten Extravergütung für Corona-Schutz

Die Corona-Pandemie stellt die Zahnarztpraxen vor immense Anforderungen, auch bei der Beschaffung von Schutzmaterial. Als schnelle und unbürokratische Hilfe haben die Bundeszahn­ärztekammer (BZÄK) und der Verband der Privaten Krankenver­sicherung (PKV) daher eine pragmatische Lösung zur Über­nahme der damit verbundenen Mehrkosten für die Praxen abge­stimmt.

mehr ...

Immobilien

Wie sich COVID-19 auf europäische Immobilien auswirkt

Da sich COVID-19 immer weiter ausbreitet und die Reaktion der Regierung sich daran orientiert, analysieren wir die jüngsten Entwicklungen und ihre möglichen Auswirkungen auf den europäischen Immobilienmarkt. Ein Kommentar von Chris Urwin, Director of Research, Real Assets bei Aviva Investors.

mehr ...

Investmentfonds

Gaming-Aktien sind Krisen-Gewinner

53 Prozent der regelmäßigen Gamer verbringen seit der Corona-Krise mehr Zeit mit Computer- und Videospielen. Bei der Gesamtbevölkerung sind es hingegen 36 Prozent. Dies geht aus einer neuen Infografik von Kryptoszene.de hervor. Gaming-Aktien zählen zu den wenigen Profiteuren der aktuellen Entwicklung.

mehr ...

Berater

BaFin pfeift fünf weitere Unternehmen zurück

Die Finanzaufsicht BaFin hat drei Unternehmen die jeweils unerlaubt betriebenen Geschäfte untersagt und weist in zwei weiteren Fällen darauf hin, dass eine erforderliche Erlaubnis der BaFin nicht vorliegt. Letztere beiden Unternehmen agieren anonym im Netz und geben weder Rechtsform noch Sitz an.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R-Insolvenzverfahren durch Corona nicht beeinträchtigt

Die Vermietung und Verwertung der Container im Zuge der Insolvenzverfahren der deutschen P&R Containervertriebsgesellschaften sind nach Informationen des Insolvenzverwalters bislang durch die Corona-Krise nicht beeinträchtigt. Eine beachtliche Summe aus der Verwertung wurde bereits realisiert.

mehr ...

Recht

Corona-Bonus – was Arbeitgeber beachten müssen

Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern einen steuerfreien Corona-Bonus bis zu 1.500 Euro zahlen. „Steuerfrei und sozialabgabenfrei ist der Bonus aber nur, wenn es sich um einen zusätzlichen Bonus handelt“, warnt Ecovis-Steuerberater Martin Fries in Aschaffenburg. Er erläutert, was Arbeitgeber beachten müssen, damit sie und ihre Mitarbeiter von der Steuerfreiheit profitieren.

mehr ...