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Luxusimmobilien: Preise steigen langsamer

Der Preisanstieg bei Luxuswohnimmobilien hat sich im dritten Quartal 2011 nach Angaben der Immobilienberatung Knight Frank weltweit abgeschwächt. Dabei ist der Zuwachs in Europa höher als in Asien.

Von Juli bis Ende September legte das Preisniveau an 21 internationalen Standorten lediglich um 0,5 Prozent zu, so der aktuelle Prime Global Cities Index von Knight Frank. Dies sei der niedrigste Zuwachs seit zwei Jahren. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate sei allerdings ein Anstieg um durchschnittlich 4,3 Prozent verzeichnet worden.

Mit einem Jahresplus von 25 Prozent steht dabei Nairobi auf Platz eins des Rankings, gefolgt von Jakarta (plus 15,1 Prozent) und London (plus 11,4 Prozent). In Asien ist laut Knight Frank eine starke Differenzierung nach Standorten zu beobachten. Während Jakarta, Peking, Hongkong und Schanghai Preissteigerungen verzeichneten, lägen Singapur und Mumbai deutlich im Minus. Aufgrund dieser Entwicklung hätten die Preise in Europa im Vergleich zum Vorjahr mit 6,7 Prozent stärker zugelegt als in Asien mit zwei Prozent.

Innerhalb des dritten Quartals 2011 lag Kiew mit einem Zuwachs von 13 Prozent an der Spitze, während St. Peterburg mit einem Minus von 11,6 Prozent die stärksten Verluste hinnehmen musste. „Die Preissteigerungen für Luxuswohnimmobilien sind zum ersten Mal seit der globalen Rezession von 2008/2009 auf globaler Ebene spürbar schwächer geworden“, sagt Liam Bailey, der das Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank verantwortet. Das Vertrauen der Käufer sei durch die ungelöste Staatsschuldenkrise in den USA und den Euroländern beeinträchtigt. „Erstmals kommt auch bei manchen vermögenden Käufern die Frage auf, ob sie sich eine Investition leisten können“, so Bailey.

Wesentlich sei allerdings auch die langfristige Sicht der Dinge. So hätten sich die Preise für Wohnimmobilien seit der Wirtschaftskrise 2008/2009 nicht nur schnell erholt, sondern zum Teil zu sehr hohen Wertsteigerungen geführt. In London (plus 37,2 Prozent) und New York (plus 25,3 Prozent) lägen die Preise für beste Objekte deutlich über ihrem letzten Tiefpunkt. Geradezu explodiert sind sie vor allem in Asien: Hongkong zeigt im Vergleich zum letzten Tief einen Zuwachs von 71,7 Prozent, Schanghai von 115 Prozent und Mumbai von 220 Prozent. „Der Luxuswohnimmobilienmarkt wird auch in Zukunft weniger an den wirtschaftlichen Risiken leiden als durchschnittliche Objekte“, ist Bailey überzeugt. (bk)

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