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Mega-Deal: Deka kauft Braunschweiger Schloss-Arkaden

Deka Immobilien hat für rund 250 Millionen Euro das Shopping-Center “Schloss-Arkaden” in der Braunschweiger Innenstadt gekauft. Verkäufer ist der CS Euroreal [1], ein derzeit eingefrorener offener Immobilienfonds (OIF) der Schweizer Großbank Credit Suisse.

Das 2007 aus Teilen des in den 1950er Jahren abgetragenen Residenzschlosses rekonstruierte Shopping Center wandert in das Portfolio des offenen Immobilienfonds “Deka Immobilien-Europa”.

Die Immobilie ist einer Unternehmensmitteilung zufolge das größte Einzelhandelsobjekt im Stadtzentrum. Die vermietbare Fläche beträgt insgesamt 55.481 Quadratmeter und verteilt sich auf 34.491 Quadratmeter Einzelhandelsfläche, 13.547 Quadratmeter Bürofläche und 7.263 Quadratmeter Nebenfläche. Zudem bieten Parkdecks 1.268 Stellplätze. Das Shopping-Center ist laut Deka Immobilien an insgesamt 149 Parteien voll vermietet. Zu den Hauptmietern gehören neben der Stadt Braunschweig der Elektrofachmarkt Saturn sowie das Textileinzelhandelsunternehmen H&M.

Mit dem Verkauf der Schloss-Arkaden hat das Management des derzeit von der Rücknahme der Anteilsscheine ausgesetzten CS Euroreal [2] Ende Dezember eigenen Angaben zufolge die vierte Immobilie ihres offenen Immobilienfonds über dem zuletzt ermittelten Verkehrswert veräußert. Diese Verkäufe sollen die Liquidität des Fonds erhöhen, um die Wiedereröffnung für Rücknahmen vorzubereiten und eine nachhaltige Öffnung des eingefrorenen OIF zu gewährleisten.

Seit Fertigstellung sei der Wert der als Projektentwicklung begonnenen Schloss-Arkaden um 25 Prozent gestiegen. so die Credit Suisse Asset Management Immobilien KAG. Der zuletzt veröffentlichte Verkehrswert der Liegenschaft habe 228,3 Millionen Euro betragen. “Die Schloss-Arkaden stehen exemplarisch für die hohe Qualität der Objekte im CS Euroreal. Mit dieser Transaktion realisieren wir die hervorragende Wertentwicklung der Immobilie für unsere Anleger. Gleichzeitig ist sie ein weiterer Meilenstein für die Wiedereröffnung unseres Fonds”, kommentiert KAG-Geschäftsführer Karl-Heinz Heuß. “Sie belegt, dass der CS Euroreal auch in einer Phase der Rücknahmeaussetzung ein gutes Investment ist. Außerdem zeigt sie, dass der Immobilienmarkt auch im großvolumigen Bereich wieder an Fahrt gewinnt, entsprechende Qualität vorausgesetzt.”

Seite 2: CS Euroreal auf Wiedereröffnungskurs [3]

Nach den jüngsten Objektverkäufen ist die Bruttoliquidität des CS Euroreal per 31. Dezember 2010 eigenen Angaben zufolge auf circa 1,03 Milliarden Euro gestiegen. Die für Anteilscheinrücknahmen verfügbare Liquidität beträgt demnach rund 1,01 Milliarden Euro beziehungsweise 16,7 Prozent des Fondsvermögens. Seit Beginn der Rücknahmeaussetzung am 19. Mai 2010 habe das Fondsmanagement die Netto-Liquidität um rund 727 Millionen Euro respektive 11,9 Prozentpunkte steigern können, so die KAG. “Wir führen weitere Verkaufsverhandlungen, um die nötige Liquidität zu schaffen, damit wir den CS Euroreal bald wieder für Rücknahmen öffnen können,” sagt Heuß. Voraussetzung für eine Wiedereröffnung seien neben der für eine nachhaltige Wiedereröffnung notwendigen Liquidität aber insbesondere auch klare gesetzliche Rahmenbedingungen.

Bei den Verkäufen achte man darauf, die hohe Qualität und Diversifikation des Portfolios zu erhalten. “Unser oberstes Ziel ist, dem Anleger ein nachhaltiges und langfristig attraktives Produkt an die Hand zu geben”, betont Heuß. Aus heutiger Sicht erwartet das Fondsmanagement auch weiterhin keine außerordentlichen Wertkorrekturen. Die jährliche Rendite per 31. Dezember 2010 beträgt zwei Prozent. (te)

Foto: www.schlossarkaden.de