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Mieten auf europäischen Büromärkten ziehen an

Die Mieten an den meisten europäischen Bürostandorten stagnieren oder sind in den letzten drei Monaten weiter leicht gestiegen. Die Renditen haben sich dagegen kaum verändert. Zu diesem Ergebnis kommt die internationale Immobilienberatung Knight Frank in ihren “European Market Indicators” für den Sommer 2011.

Die gewichtete Durchschnittsmiete der 26 untersuchten Standorte ist demnach von Anfang April bis Ende Juni um 2,6 Prozent geklettert. Gleichzeitig sind Büroflächen per Ende Juni 5,6 Prozent teurer als im Vorjahr. Der Mietanstieg der letzten drei Monate wurde laut Knight Frank-Zahlen von Moskau (plus acht Prozent in US-Dollar), dem Londoner West End (plus 5,9 Prozent in britischen Pfund), Stockholm (plus 4,7 Prozent in schwedischen Kronen), Paris (plus vier Prozent in Euro) und Frankfurt (plus 2,9 Prozent in Euro) getrieben. “Standorte mit einem verbesserten wirtschaftlichen Umfeld oder geringem Flächenangebot sind die Gewinner,” kommentiert Matthew Colbourne, Senior Analyst für internationales Research bei Knight Frank.

Nach einem starken Aufwärtstrend der Vormonate sind die Mieten in der Londoner City nach Knight Frank-Zahlen im letzten Quartal stabil geblieben. In lokalen Währungen waren Lissabon (minus 2,6 Prozent in Euro) und Madrid (minus 1,8 Prozent in Euro) die einzigen Verlierer der 26 untersuchten Standorte. Dies, so die Immobilienberater, zeige, dass die Mieten auf der iberischen Halbinsel weiter unter Druck stehen. Die Erwartung: In der Mehrheit der Märkte werden die Spitzenmieten dagegen im Laufe des Jahres voraussichtlich weiter stabil bleiben oder leicht anziehen.

Die Investmentmärkte präsentieren sich laut Knight Frank mit einer gewichteten Durchschnittsrendite von 5,7 Prozent für Büroflächen mit einem minimalen Minus von zwei Basispunkten innerhalb der letzten drei Monate, verursacht durch Mailand und München. Im Jahresvergleich sind die Renditen demnach um 31 Basispunkte gefallen. In London und Paris, die 2009 und 2010 die Trendwende in Europa angeführt haben, sind die Renditen 2011 bislang stabil geblieben. Laut Knight Frank besteht dieses Jahr vor allem in osteuropäischen Märkten wie Warschau noch geringer Spielraum für leicht sinkende Renditen. (te)

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