3. Mai 2011, 09:34
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Preise und Mieten auf dem Wohnungsmarkt steigen – doch in geringerem Tempo

Der Markt für deutsche Wohnimmobilen befindet sich weiterhin im Aufschwung. Nach einer leichten Abkühlung des Aufwärtstrends im vierten Quartal 2010 ziehen die Immobilienpreise und Mieten im ersten Quartal 2011 wieder leicht an – jedoch mit geringerer Dynamik als im Vorjahr. Dies ist das Ergebnis des F+B-Wohn-Index Deutschland.

Bestandswohnung-127x150 in Preise und Mieten auf dem Wohnungsmarkt steigen - doch in geringerem Tempo“Die Aufwärtsbewegung ist vor allem auf die positiven Wirtschaftsaussichten zurückzuführen und auf die gestiegene Inflationsrate, die steigende Refinanzierungskosten kompensiert, kommentiert Dr. Bernd Leutner, Geschäftsführer des Forschungs- und Beratungsunternehmens F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt, das den Index quartalsweise erhebt. Der F+B-Wohn-Index Deutschland erfasst die Preisentwicklung von Eigentumswohnungen (ETW), Ein- und Zweifamilienhäusern, Doppel- und Reihenhäusern mit den Trends von Neuvertrags- und Bestandsmieten von Wohnungen und den Ertragswerten von Mehrfamilienhäusern bis auf Postleitzahlebene.

Im ersten Quartal 2011 stieg der Index nach Angaben von F+B im Vergleich zum Vorquartal um 0,1 Prozent auf 101,5 Punkte. Im Vergleich zum Vorjahresquartal liegt der Wert damit um 1,6 Prozent höher. Getragen werde diese Entwicklung vor allem durch die sich verteuernden Eigentumswohnungen. “Insbesondere in deutschen Großstädten ist ein großer Preisanstieg zu verzeichnen, da hier eine hohe Nachfrage auf ein begrenztes Angebot trifft”, stellt Leutner fest.

F B-Wohn-Index-Deutschland Entwicklungen-im- Berblick1 in Preise und Mieten auf dem Wohnungsmarkt steigen - doch in geringerem Tempo

Im Vergleich zum Vorquartal sind die Preise für Eigentumswohnungen laut Index um 1,1, Prozent, gegenüber dem Vorjahresquartal sogar um 3,3 Prozent gestiegen. Unter den Einzelindizes ist allein der Preisindex von Mehrfamilienhäusern leicht um minus 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken. “Hier zeigen sich erste Konsequenzen der Zinswende”, so Leutner. “Mehrfamilienhäuser werden mit einem kürzeren Anlegerhorizont in erster Linie als Renditeobjekte gehandelt. Durch die Zinserhöhung der EZB steigen nun die Refinanzierungskosten. Die Erträge sinken.”

Seite 2: Die Tops und Flops bei den Quadratmeterpreisen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Nach Bundestag stimmt auch Bundesrat für die Grundrente

Nach dem Bundestag hat am Freitag auch der Bundesrat der Grundrente zugestimmt, durch die kleine Renten von rund 1,3 Millionen Menschen aufgebessert werden sollen.

mehr ...

Immobilien

Trotz Corona ins Eigenheim: Was Immobilieninteressenten jetzt beachten sollten

Das eigene Zuhause ist wichtiger denn je: Selten zuvor waren die Menschen so viel zuhause wie jetzt in der Corona-Krise. Die eigenen vier Wände sind für viele zum Schutzraum geworden. Hier verbringen sie Zeit mit der Familie, arbeiten im Home-Office oder bringen ihren Kindern Mathe und Deutsch bei. „Die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen des Alltags hat in vielen Menschen den Wunsch nach Wohneigentum gestärkt“, sagt Roland Hustert, Geschäftsführer der LBS Immobilien NordWest.

mehr ...

Investmentfonds

Ermittlungen gegen Wirecard-Manager auch wegen Untreueverdachts

Im Skandal um fehlende Milliarden beim Dax-Konzern Wirecard ermittelt die Münchner Staatsanwaltschaft nach Informationen der “Süddeutschen Zeitung” nun auch wegen Untreueverdachts gegen den Ex-Vorstandschef und weitere Manager.

mehr ...

Berater

Soli-Umfrage: Mehrheit der Deutschen erwägt Soli-Ersparnis in Altersvorsorge zu investieren

Willkommener Geldsegen für eine finanziell selbstbestimmte Zukunft: Die Deutschen begrüßen die „Soli-Abschaffung“ und erwägen die Ersparnis für die eigene Altersvorsorge einzusetzen. Das geht aus einer von Swiss Life Select in Auftrag gegebenen repräsentativen YouGov-Studie mit 2.048 Personen hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Immer weniger Deutsche wollen reich werden

Nur noch eine knappe Mehrheit der Deutschen findet es erstrebenswert, reich zu sein. Gleichzeitig werden die Chancen auf ein hohes Vermögen immer schlechter eingeschätzt – auch wegen Corona. Das ergab eine repräsentative Umfrage der GfK für die “4. Reichtumsstudie” des Private-Equity-Spezialisten RWB Group.

mehr ...

Recht

Wirecard-Skandal – Wirtschaftsprüfer im Auge des Sturms

Der Bilanzskandal um den mittlerweile insolventen Zahlungsdienstleister Wirecard hat Anleger Milliarden gekostet. Mittlerweile steht auch der zuständige Wirtschaftsprüfer EY im Fokus. Der Prozessfinanzierer Foris AG arbeitet mit führenden Bank- und Kapitalrechtskanzleien an gemeinsamen Lösungen.

mehr ...