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18. September 2012, 12:19
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Beschluss der EZB zum unbegrenzten Ankauf von Staatsanleihen läutet steigende Zinsen ein

Im letzten Monat bewegten sich die Zinsen für Baufinanzierungen in Deutschland auf niedrigem Niveau seitwärts schwankend. Trotz fallender Zinsen zum Monatsende wurde das Zinstief von Anfang Juni nicht mehr erreicht.
Zinskommentar der Dr. Klein & Co. AG

Stephan Gawarecki, Dr. Klein & Co. AG

Stephan Gawarecki, Dr. Klein & Co. AG

Die geringen Schwankungen spiegeln die abwartende Haltung während der Sommerpause wider, bevor im September zahlreiche Termine anstehen, die über das Schicksal der Eurozone entscheiden werden.

Mit unbegrenzten Ankäufen von Staatsanleihen will die Europäische Zentralbank (EZB) erreichen, dass die bisher zu hohen Risikoaufschläge der Krisenländer wie Spanien und Italien sinken, um diesen Ländern die Sanierung der Staatshaushalte und die bereits eingeleiteten Reformen zu erleichtern.

Langfristig steigende Zinsen nach EZB-Beschluss erwartet

Führen die Maßnahmen der EZB tatsächlich über einen längeren Zeitraum zu einer Entspannung an den Kapitalmärkten, so erwartet Zinsexperte Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher von Dr. Klein, einen deutlichen Anstieg der Rendite für langlaufende deutsche Staatsanleihen und damit auch der Zinssätze für Baufinanzierungen: Erstarkt das Vertrauen der Investoren in den Sanierungswillen der Eurokrisenländer, so werden diese wieder vermehrt in deren Staatsanleihen investieren. Dies hätte zur Folge, dass Kapital aus deutschen Staatsanleihen abgezogen würde und deren Renditen anstiegen.

Sollte Deutschland jedoch für die Schulden anderer Länder aufkommen müssen, dann ist zu befürchten, dass seine Kreditwürdigkeit schlechter eingeschätzt wird und deshalb für die Aufnahme von neuen Schulden höhere Kosten entstehen.

„Aufgrund der aktuellen Entwicklungen empfehlen wir Kunden, die eine Immobilie erwerben bzw. bauen wollen oder auch eine bestehende Finanzierung ablösen möchten, sich umgehend die noch historisch günstigen Konditionen zu sichern“, rät Stephan Gawarecki. „Um das Zinsänderungsrisiko zum Ablauf der ersten Zinsbindung zu reduzieren, sollten lange Laufzeiten mit einer anfänglichen Tilgung von 2 Prozent kombiniert werden“, so Gawarecki weiter.

Neben der Höhe der Zinsen sollten die Kunden darauf achten, dass kostenlose Optionen zum Tilgungssatzwechsel und zur Zahlung von Sondertilgungen enthalten sind, damit die Kunden eine größtmögliche Flexibilität haben.

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