Anzeige
16. Januar 2012, 15:29
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zinshäuser: Rendite wieder stärker im Fokus

Die Preise für Wohn- und Geschäftshäuser haben nach Angaben des Maklerhauses Engel & Völkers (E&V) in vielen deutschen Großstädten Spitzenwerte erreicht. Allerdings würden die Anleger mittlerweile wieder stärker auf die Höhe der Mietrendite achten.

Altbau3-shutt 556411991-127x150 in Zinshäuser: Rendite wieder stärker im FokusGegenwärtig herrsche in vielen deutschen Großstädten für Wohn- und Geschäftshäuser das höchste Preisniveau, das es je gab. Investoren seien bereit, für Spitzenobjekte auch Spitzenpreise zu zahlen – doch die Schmerzgrenze sei erreicht. „Im Fokus der Anleger steht nicht mehr nur das reine Betongold, sondern vielmehr die Nachhaltigkeit der Wertabsicherung“, erläutert Carsten Rieckhoff, Leiter Research bei Engel & Völkers Commercial. Das Unternehmen hat zum dritten Mal den Immobilien-Navigator Wohn- und Geschäftshäuser (Immo-Navi WGH) veröffentlicht.

Während die Intention der Käufer im Frühjahr 2011 noch durch Inflationsangst geprägt gewesen sei und die schnelle Kapitalabsicherung das Ziel war, so stehe derzeit wieder die wirtschaftlich nachhaltige Geldanlage mit Blick auf die Renditen an erster Stelle. „Ausschlaggebend für die Kaufentscheidung der Investoren sind die Mieten – dort wo die Mieten steigen, gibt es auch noch ein Kaufpreissteigerungspotenzial“, so Rieckhoff.

Der Deutschlandtrend lasse erkennen, dass die Preise weiterhin steigen, jedoch nicht mehr mit soviel Dynamik wie im Frühjahr 2011, so die Untersuchung. Die Preisentwicklung der 23 untersuchten Städte stelle sich heterogener als im Frühjahr 2011 dar. Die Preise für Wohn- und Geschäftshäuser in sehr guten Lagen rangieren laut E&V in Hamburg bei Spitzenwerten zwischen dem 20- bis 25-Fachen der Jahresmiteinnahme, in Berlin werde das 18,2- bis 23-Fache erreicht, in Frankfurt das 19- bis 22-Fache.

Hohe Preiszuwächse zeigen laut E&V neben Berlin auch ostdeutsche Städte wie Leipzig und Potsdam. „Die untersuchten Städte im Osten Deutschlands befinden sich in einer starken Wachstumsphase, da die Mieten hier von einem niedrigen Niveau kommen“, erklärt Rieckhoff. In Frankfurt sei aufgrund gelungener Stadtentwicklungsmaßnahmen ebenfalls ein massiver Preisanstieg zu erkennen. In der Gesamtbetrachtung sind laut E&V Berlin und Hamburg die Städte mit dem größten Mietsteigerungspotenzial. Für hochwertige Objekte in sehr guten und guten Lagen werden zwar Höchstpreise gezahlt, jedoch sei das Angebot dieser Objekte in vielen Städten gering. Das habe zur Folge, dass Investoren häufiger auf mittlere Lagen ausweichen.

Zinshäuser als wertbeständige Anlage werden nach Einschätzung von E&V weiterhin hoch in der Gunst der Anleger stehen. „Die Nachfrage nach Wohn- und Geschäftshäusern wird insgesamt hoch bleiben. Der Preisanstieg wird sich dabei weiter abschwächen“, prognostiziert Rieckhoff. (bk)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Exakt aus diesem Grund hat die Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI), aufbauend aud den Erkenntnissen des DGNB Partnernetzwerkes, die BlueCARD für Bestandsgebäude entwickelt, wo erstmals die Lebenszyklusrendite betrachtet wird.

    Kommentar von Markus Auinger — 16. Januar 2012 @ 15:45

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Edouard Carmignac gibt Verantwortung für letzten Fonds ab

Der Gründes des französischen Assetmanagers Carmignac, Edouard Carmignac, hat nach Berichten von Citywire das Management des letzten von ihm verantworteten Fonds abgegeben. Carmignac bleibe aber weiterhin in leitender Position des Unternehmens.

mehr ...

Berater

DIN-Norm: Standard aus der Branche für die Branche

Erst IDD, dann DSGVO und später noch DIN. 2018 brachten gleich mehrere Abkürzungen einschneidende Veränderungen für die Branche. Die DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse privater Haushalte” mag jedoch nicht ganz in diese Aufzählung passen.

Gastbeitrag von Christoph Dittrich, softfair analyse

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...