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Logistikimmobilien: Starke Nachfrage ausländischer Käufer

Das Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien hat nach Angaben des Immobilienberaters Jones Lang LaSalle im Jahr 2011 um 13 Prozent zugelegt. Zwei Drittel des Volumens entfielen auf ausländische Käufer.

Bundesweit wurde bei Logistikimmobilien ein Investmentumsatz von 1,2 Milliarden Euro verzeichnet. Damit habe das Transaktionsvolumen in diesem Segment nach dem drastischen Einbruch in 2009 zum zweiten Mal in Folge zugenommen.

Deutlich im zweistelligen Bereich ist laut JLL die Anzahl der Transaktionen gestiegen (plus 41 Prozent gegenüber 2010). Einzeltransaktionen zeigten mit einem Volumen von insgesamt rund 900 Millionen Euro ein Plus von 35 Prozent und machten damit drei Viertel des Transaktionsergebnisses im Logistikbereich aus. “Die Zunahme der Anzahl der Transaktionen zeigt, dass sich die Preisvorstellungen bei Käufern und Verkäufern eher wieder treffen”, so Simon Beyer, Leiter Industrial Investment Jones Lang LaSalle Deutschland.

Auf der Käuferseite dominierten laut JLL Asset/Fund Manager mit einem Anteil von 57 Prozent (circa 680 Millionen Euro) und über 20 Transaktionen das Investmentgeschehen. Die zweit- und drittplatzierten Käufer, Entwickler und offene Immobilienfonds, investierten zusammen nicht einmal die Hälfte dieser Summe. Die Netto-Anfangsrendite für erstklassige Logistikobjekte in besten Lagen habe sich in den sechs großen Metropolen in den vergangenen zwölf Monaten weiter um durchschnittlich 12 Basispunkte reduziert. Sie erreichte laut JLL zum Jahresende in den untersuchten Regionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Stuttgart und München einen durchschnittlichen Wert von 6,98 Prozent.

Erstmals seit 2008 bestimmten die ausländischen Investoren wieder das Marktgeschehen. Mit 30 Transaktionen erreichten sie ein Volumen, das nach Aussage von JLL mit über 800 Millionen Euro deutlich höher lag als das Kapital, das von deutschen Anlegern kam (knapp unter 400 Millionen Euro). “Interessanterweise zeichnet nur auf dem Hotelmarkt mit 78 Prozent ein höherer Anteil internationaler Investoren für das Transaktionsvolumen verantwortlich“, so Beyer. Sowohl in der Assetklasse Büro (nationale Investoren: 78 Prozent) als auch im Retailsektor (55 Prozent) dominierten weiterhin die nationalen Käufer. JLL geht davon aus, dass in 2012 der Investmentumsatz mit Logistikimmobilien aus 2011 übertroffen wird, sofern die Auswirkungen der Eurokrise auf die deutsche Wirtschaft beherrschbar bleiben. (bk)

Foto: Shutterstock

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