Anzeige
10. Januar 2012, 09:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Berlin: Starke Nachfrage nach Wohnimmobilien hält an

Im Jahr 2011 haben sich Investoren und Privatkäufer förmlich auf Berliner Wohnimmobilien gestürzt. Die Nachfrage ausländischer Investoren hat allerdings teilweise nachgelassen.

Brandenburger-tor-shutt 2328519-127x150 in Berlin: Starke Nachfrage nach Wohnimmobilien hält anNach Angaben des Immobilienberatungsunternehmens Aengevelt wurden im Jahr 2011 in der Bundeshauptstadt Wohnungsportfolios mit einem Gesamtumsatz von rund 2,4 Milliarden Euro gehandelt. Nach vorläufigen Auswertungen würden dazu noch Einzeltransaktionen von Wohn- und Geschäftshäusern in Höhe von rund 4,1 Milliarden Euro kommen.

Die hohe Nachfrage nach Berliner Wohninvestments speise sich vor allem aus dem Engagement risikoaverser in- und ausländischer Investoren. Dies gelte umso mehr im Vergleich mit relativ sicheren deutschen Staatsanleihen, die mit einer Verzinsung von unter einem Prozent nicht einmal die doppelt so hohe Inflation ausglichen.

Aus einem aktuellen Bericht des Maklerunternehmens Engel & Völkers geht hervor, dass zumindest Zinshäuser mittlerweile selten von ausländischen Investoren erworben werden. Die Käufer der rund 2.100 gehandelten Berliner Wohn- und Geschäftshäuser im Jahr 2011 kämen kaum noch aus dem Ausland, sondern vorwiegend aus Deutschland. Hauptsächlich handele es sich sogar um Berliner Privatpersonen. Damit habe sich der Trend umgekehrt. Während 2006 noch 90 Prozent der Käufer von Mehrfamilienhäusern aus dem Ausland kamen, seien es mittlerweile lediglich zehn Prozent.

Demnach stehen vor allen Dingen skandinavische, spanische und irische Investoren, die in der Immobilienhochphase 2006 gekauft haben, aktuell vor der Entscheidung, neue Kredite aufzunehmen oder ihre Portfolios wieder auf den Markt zu bringen. „Die Eigentumsverhältnisse auf dem Berliner Immobilienmarkt befinden sich derzeit im Umbruch. In diesem Zusammenhang stellen wir fest, dass vermehrt einzelne Entwicklungsobjekte aus größeren Portfolien herausgelöst werden. Relevante Verkäufer sind vor allen Dingen Isländer, Skandinavier und Israelis“, erläutert Marc Wiese, Vorstand des Berliner Immobilienunternehmens Sanus AG. Aus den großen Hedgefonds-getriebenen Deals vor 2008 hingegen ständen im Rahmen von Aufteilungsmaßnahmen lediglich Teilportfolios zum Verkauf. Auf Käuferseite werde der Markt neben vermögenden Privatinvestoren aus dem Inland aktuell durch das Engagement von privaten Family Offices geprägt. Ferner steige auch das Interesse institutioneller Anleger, wie Pensionskassen und Lebensversicherungen, wieder deutlich an.

Seite 2: Renditen unter Druck

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 08/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Emerging Markets – Altersvorsorge – Bausparen – Recruiting

Ab dem 20. Juli im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Digitalisierung: “Versicherer müssen kulturelle Hürden überwinden”

Möchten Versicherer an Schlagkraft gewinnen, müssen sie die digitale Transformation deutlich konsequenter angehen und vor allem die Managementkapazitäten zielgerichtet einsetzen. Denn bisher hat nur jede zweite Versicherung eine Digitalisierungsstrategie entwickelt.

Gastbeitrag von Stefan Geipel, zeb

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: Preise im Norden und Osten steigen weiter

Im zweiten Quartal 2018 haben die Immobilienpreise in Hamburg, Hannover, Berlin und Dresden angezogen – wenn auch mit unterschiedlicher Dynamik. Welche Besonderheiten sich daraus für die Finanzierung ergeben, erklärt Frank Lösche, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein in Hamburg.

mehr ...

Investmentfonds

Trump kritisiert Zinspolitik der US-Notenbank

Der US-Präsident sagt mitunter Dinge, die er besser für sich behalten sollte. Diesmal rüffelt er die unabhängige Notenbank Fed, weil diese die Leitzinsen erhöht hat. Seine Sprecherin muss es wieder richten.

mehr ...

Berater

Grundfähigkeiten: Essenziell und schützenswert

Für die meisten von uns ist der Beruf nicht nur die Basis des Lebensunterhalts, sondern auch ein wichtiger Pfeiler der Identität. Kein Wunder also, dass die Absicherung der Arbeitskraft eine höchst individuelle Angelegenheit ist und deshalb von so gut wie allen Experten empfohlen wird.

Die Wald-Kolumne

mehr ...

Sachwertanlagen

DFV kauft Hotel für weiteren Publikumsfonds

Die DFV Deutsche Fondsvermögen GmbH, eine Tochtergesellschaft der Immac Holding, hat das Rilano Hotel in Oberursel erworben. Es soll Objekt eines weiteren alternativen Investmentfonds (AIF) werden.

mehr ...

Recht

Unerlaubte Geschäfte: Zieht Olaf Scholz die Zügel an?

Die Anzahl der Verfügungen der Finanzaufsicht BaFin wegen unerlaubter Geschäfte hat in den vergangenen Monaten deutlich zugenommen. Die Gesamtzahl des Jahres 2017 wurde bereits überschritten.

mehr ...