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Wohnungspreise: Preisniveau im Aufwind

Der rasante Aufwärtstrend bei den Preisen für Wohnimmobilien spiegelt sich auch im aktuellen Cash.-Städte-Report 2012. Die Analyse der 40 wichtigsten deutschen Standorte zeigt: Fast alle Städte verzeichnen steigende Wohnungspreise, selbst wirtschaftlich schwächere Standorte.


Skyline Frankfurt am Main

Im bundesweiten Schnitt ist das Preisniveau für Wohnungen gestiegen. Der durchschnittliche Kaufpreis in guten Wohnlagen erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 2.141 auf 2.271 Euro pro Quadratmeter.

Durch den Preisanstieg, dem die Mieten nicht an allen Standorten im gleichen Maße folgen können, sinkt die bundesweite durchschnittliche Mietrendite leicht von 4,5 auf 4,4 Prozent.

Cash. präsentiert die 40-Städte-Analyse [1] zum dritten Mal in Kooperation mit dem Internet-Marktplatz Immobilienscout24. Datengrundlage sind alle zwischen Juli 2011 und Juni 2012 auf dem Portal angebotenen Immobilien.

Daraus hat das Research von Immobilienscout24 eine Miet- und Kaufpreisübersicht [1] für Wohnungen und Häuser in ausgewählten guten und mittleren Wohnlagen erstellt. Zur Ermittlung der Mieten und Kaufpreise hat Immobilienscout24 für das Cash.-Ranking erstmals das hedonische Verfahren verwendet, das eine Analyse der Preisentwicklung ohne verzerrende Effekte ermöglicht.

Siegerstadt des Gesamtrankings 2012, in das auch Wirtschafts- und Bevölkerungsdaten einfließen, und damit stärkster Immobilienstandort Deutschlands ist erneut Frankfurt am Main.

Dies resultiert unter anderem aus der starken Ökonomie und einer guten Bevölkerungsentwicklung. Die dritthöchsten Hauspreise in Deutschland und eine hohe Zahl an Wohnungsbaugenehmigungen tragen zu dieser Wertung bei. Auch bei den Wohnungspreisen in guten Lagen liegt Frankfurt hinter München und Hamburg an dritter Stelle. An zweiter Stelle des Gesamtrankings folgt die Rheinmetropole Düsseldorf.

Seite zwei: Platz drei geht nach Ostdeutschland [2]

Den dritten Platz der Cash.-Analyse nimmt mit Potsdam ein ostdeutscher Standort ein. Die historische Residenzstadt punktet nicht nur mit ihrer hohen Lebensqualität, sondern auch mit guten ökonomischen Daten und einer hohen Nachfrage am Wohnimmobilienmarkt.

Das Ranking bestätigt eine alte Weisheit: Die höchsten momentanen Mietrenditen sind an eher wachstumsschwachen Standorten zu erzielen. Dies ist nicht zuletzt dem niedrigeren Kaufpreisniveau und der geringeren Nachfrage dort geschuldet.

Allerdings sind Investments an diesen Standorten mit höheren Risiken verbunden. Die höchste Rendite in guten Wohnlagen verzeichnet Chemnitz mit sechs Prozent, gefolgt von Magdeburg mit 5,6 Prozent. Auf Platz drei rangiert mit Mainz (5,4 Prozent) allerdings eine prosperierende Mittelstadt mit hohem Mietniveau.

Niedriger sind die Mietrenditen dagegen in den Metropolen mit ihren rasant steigenden Immobilienpreisen. In München sind in guten Lagen im Schnitt 3,4 Prozent zu erzielen, in Hamburg 3,9 Prozent. Berlin und Köln kommen auf 4,0 und 4,1 Prozent, Düsseldorf und Stuttgart liegen mit 4,3 Prozent ein wenig höher. Den höchsten Anstieg bei den Wohnungspreisen in guten Lagen verbuchte München mit einem Plus von 12,1 Prozent. In Berlin legte das Niveau im Schnitt um 11,4 Prozent zu. Hamburg verzeichnete einen Zuwachs von 9,4 Prozent, Köln 9,3 Prozent und Düsseldorf 8,3 Prozent.

Als Geheimtipp für Investoren erweisen sich generell die wirtschaftlich starken Mittelstädte. Unter den Top Ten des Cash.-Rankings befinden sich neben Bonn auch Karlsruhe, Wiesbaden und Mainz. Mannheim und Regensburg belegen Platz elf und 13. Unter den Standorten in Ostdeutschland liegt Potsdam als drittplatzierter des Gesamtrankings an erster Stelle. An zweiter Stelle rangiert Dresden, das in der Gesamtwertung Platz 26 einnimmt, danach folgen Erfurt und Leipzig.

Foto: Shutterstock