Immobilienaktien bedeutendste indirekte Anlageklasse

Immobilienaktiengesellschaften halten in Deutschland ein Vermögen von 67,6 Milliarden Euro, der Anteil deutscher Gesellschaften beläuft sich dabei auf 57,9 Milliarden Euro. Damit sind börsennotierte Immobilienaktiengesellschaften die größte Anlageklasse am deutschen Immobilienmarkt.

Immobilienaktiengesellschaften haben im Bereich Büroimmobilien noch Nachholbedarf.

Zum Vergleich: Das geschätzte Immobilienvermögen der offenen Publikumsfonds in Deutschland beläuft sich auf rund 25,7 Milliarden Euro, das der geschlossenen Publikumsfonds auf rund 43,1 Milliarden Euro. Das sind die zentralen Ergebnisse einer Studie, die erstmals die Kennzahlen zum Immobilienvermögen des Sektors Immobilienaktien untersucht hat und heute vom Zentralen Immobilien Ausschuss (ZIA) und Barkow Consulting in Frankfurt vorgestellt wurde.

Wesentlich größere Rolle, als bisher angenommen

„Immobilienaktiengesellschaften spielen eine wesentlich größere Rolle am deutschen Immobilienmarkt, als bisher angenommen. Das liegt daran, dass aggregierte Portfoliodaten über das deutsche Immobilienvermögen von Immobilienaktiengesellschaften bislang nicht vorlagen. Diese Transparenzlücke haben wir mit unserer Studie geschlossen“ sagt Peter Barkow, Geschäftsführer Barkow Consulting.

„Die bisherige Betrachtung des börsennotierten Sektors über die Marktkapitalisierung griff zu kurz, weil Äpfel mit Birnen verglichen wurden“, erklärt Alexander Dexne, Vorsitzender der Plattform Immobilienaktien im ZIA.

Fokus auf Wohnimmobilien

Mit einem Anteil von 77 Prozent konzentriert sich das Bruttovermögen der Immobilien AGs größtenteils auf Wohnimmobilien. Eine differenzierte Betrachtung macht deutlich, dass offene Immobilienfonds in Deutschland über fast 2,5 mal so viele Büroimmobilien verfügen wie Immobilienaktiengesellschaften, so die Studie. „Im Vergleich zum Ausland weist der deutsche Sektor gerade im Bereich Büroimmobilien noch erhebliches Wachstumspotenzial auf“, so Dexne. (mh)

Foto: Shutterstock

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