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Postbank profitiert vom Kreditgeschäft

Die Bonner Deutsche Bank-Tochter hat in den ersten neun Monaten beim Neugeschäft mit Ratenkrediten um rund ein Viertel zugelegt, so eine Unternehmensmitteilung der der Postbank. Auch das Neugeschäft in der Baufinanzierung ist demnach gewachsen.

Das Neugeschäft der Postbank bei Ratenkrediten ist in den ersten neun Monaten 2013 um rund 25 Prozent gestiegen.

Nach den ersten neun Monaten verbucht die Postbank demnach einen Jahresüberschuss in Höhe von 358 Millionen Euro (Vorjahr: 313 Millionen Euro). Diese positive Entwicklung ist insbesondere auf das erfolgreiche Kreditgeschäft zurück zu führen. Bei Ratenkrediten ist das Neugeschäft in den ersten drei Quartalen im Vergleich zum Vorjahr [1]eszeitraum um rund 25 Prozent auf etwa 1.570 Millionen Euro gestiegen, berichtet die Postbank.

Besonders dynamisch habe sich hier der Online-Kanal entwickelt, in dem das Neugeschäft um rund 34 Prozent auf 523 Millionen Euro anstieg. Der Kreditbestand insgesamt ist demnach ebenfalls weiter gewachsen und lag am 30. September mit 4,9 Milliarden Euro um rund 600 Millionen Euro über dem entsprechenden Vorjahreswert.

Baufinanzierung legt zu

Auch beim Neugeschäft in der Baufinanzierung hat die Postbank Wachstum zu vermelden. In den ersten drei Quartalen übertriftt es mit rund 7,2 Milliarden Euro das Vorjahresergebnis um 9,1 Prozent. Der Bestand an privaten Baufinanzierungen liegt zum Stichtag bei 73,3 Milliarden Euro nach 74,0 Milliarden Euro am Vorjahresende, so die Postbank. Auch im Girogeschäft konnte demnach die gute Entwicklung des Vorjahres fortgesetzt werden.

In den ersten drei Quartalen konnte die Postbank rund 410.000 private Girokonten (Vorjahreszeitraum: rund 379.000) akquirieren. Das Volumen der Spareinlagen ist seit Ende 2012 um rund 1,1 Milliarden Euro auf 53,2 Milliarden Euro zurück gegangen. Im Bauspargeschäft, das unter der Marke BHW läuft, sind die Bauspareinlagen im selben Zeitraum um rund 200 Millionen Euro auf rund 18,3 Milliarden Euro gestiegen.

Plus beim Jahresüberschuss

Die Postbank konnte in den ersten drei Quartalen 2013 einen Jahresüberschuss von 358 Millionen Euro (Vorjahr: 313 Millionen Euro) erzielen. Das Ergebnis vor Steuern ist hingegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraun um 58 Millionen Euro auf 341 Millionen Euro gesunken. Der Zinsüberschuss ist um 9,1 Prozent beziehungsweise 187 Millionen Euro auf 1.865 Millionen Euro geschrumpft.

Das Handelsergebnis hat sich von -71 Millionen Euro in den ersten drei Quartalen 2012 auf -38 Millionen Euro verbessert. Der Provisionsüberschuss ist um 38 Millionen Euro beziehungsweise 4,3 Prozent auf 842 Millionen Euro zurück gegangen. Verantwortlich hierfür sind laut Postbank vor allem der Ausfall von Bearbeitungsgebühren bei Ratenkrediten sowie leicht rückläufige Erträge aus dem Postdienstleistungsgeschäft der Filialen.

Kernkapitalquote verbessert

Trotz eines weiterhin schwierigen Umfelds habe sich die Postbank gut im Wettbewerb behauptenund Risiken reduzieren können, betont Vorstandsvorsitzender Frank Strauß [2]: “Wir konnten die Risiken weiter abbauen, das Bilanzvolumen reduzieren und unsere harte Kernkapitalquote verbessern. Die Robustheit unseres Geschäftsmodells hat sich einmal mehr als Erfolgsgarant bestätigt.”

Die Kernkapitalquote  ist von neun Prozent am Jahresende 2012 [1] auf zehn Prozent am 30. September 2013 gestiegen. Diesen Erfolg führt die Postbank maßgeblich auf  ihre De-Risking-Strategie zurück. Wegen der Entwicklungen der ersten drei Quartale rechnet die Postbank für 2013 mit positiven Ergebnissen. Dennoch werde das Ergebnis 2013 “aufgrund der höheren Integrationsaufwendungen” unter dem Vorjahresergebnis liegen. (jb)

 

Foto: Postbank