28. Oktober 2014, 14:14
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Wohnkosten: Nicht nur Metropolen werden teurer

Am niedrigsten liegt der Wohnkostenanteil nach den Ergebnissen des EIMX in ländlichen Regionen und peripheren Lagen in Niedersachsen, dem nördlichen Nordrhein-Westfalen, dem nördlichen Hessen und dem östlichen Teil Bayerns. Dort liege dieser Wert deutlich unter zehn Prozent.

In diesen Regionen sei die wirtschaftliche Dynamik gering und der demographische Wandel habe bereits eingesetzt. Rückläufige Bevölkerungszahlen führen laut Immobilienscout24 zu einer Preisstagnation.

Stärkster Zuwachs in Wolfsburg

Die stärkste Veränderung beim Wohnkostenanteil verbuchte von 2011 zu 2013 den Angaben zufolge Wolfsburg (plus 2,4 Prozent). Auch Kassel kommt mit plus 1,2 Prozent unter die vier Standorte mit der höchsten Veränderung.

„Wolfsburg und Kassel sind Automobil- beziehungsweise Industrie-Standorte, die in den vergangen Jahren von der positiven Exportwirtschaft besonders profitiert haben. Sie üben daher auf Arbeitnehmer eine große Anziehungskraft aus. Zudem haben die geringen Zinsen in den angespannten Märkten in den vergangenen Jahren zu einer erhöhten Nachfrage nach Wohneigentum geführt, die zu deutlichen Preissteigerungen in diesem Marktsegment beigetragen hat“, erläutert Kiefer.

Hochschulstandorte im Aufwärtstrend

Starke Zuwächse wurden zudem in Augsburg, Erlangen, Berlin, Braunschweig und Ingolstadt festgestellt. “Sie sind allesamt Hochschulstandorte oder befinden sich in ,Pendlernähe’ zu Großstädten. Augsburg ist beispielsweise nicht weit entfernt von München. Aufgrund der steigenden Mieten in der bayerischen Landeshauptstadt weichen Städter auf das nahegelegene Augsburg aus. In Folge dessen kommt es aufgrund der höheren Nachfrage auch dort zu Wohnraumverknappung und steigenden Preisen”, kommentiert Kiefer.

Immobilienscout24 analysiert mit dem Erschwinglichkeitsindex EIMX das regionale Verhältnis von Kaufkraft pro Haushalt und Wohnkosten. Die Analyse wurde erstmals im vergangenen Jahr für den Auswertungszeitraum 2007 bis 2012 durchgeführt. Die aktuell ausgewerteten Daten stammen aus dem Jahr 2013. (bk)

Foto: Shutterstock

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