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Baugeld oder Konsumentenkredit: Wie eine Renovierung finanziert werden kann

Das niedrige Zinsniveau veranlasst aktuell viele Immobilienbesitzer dazu, die Modernisierung, Sanierung oder den Umbau ihrer Immobilie zu planen. Die Finanzierungspalette bietet vom Konsumentenkredit über den Förderkredit bis hin zur klassischen Baufinanzierung eine breite Auswahl.

Früher oder später müssen Wohnräume renoviert werden.

Immobilienbesitzer sollten laufend Rücklagen für turnusmäßig anfallende Renovierungs- und Sanierungsmaßnahmen bilden, rät ein Sprecher des Webportals Baufi24 [1]. Reichen diese Rücklagen und die eigenen finanziellen Mittel zur Deckung des gesamten Investitionsvolumens der anstehenden Maßnahmen nicht aus oder sind Extras wie Umbauten geplant, wird ein Kredit notwendig.

Einfach abzuschließen: Konsumentenkredite

Für Maßnahmen mit einem Volumen zwischen 5.000 und 30.000 Euro sind Konsumentenkredite eine prüfenswerte Alternative, so Baufi24. “Zwar sind die Zinsen für Ratenkredite meist etwas höher als bei grundschuldbesicherten Darlehen. Im Gegensatz zur Baufinanzierung [2] bedarf es bei diesen Krediten jedoch keiner aufwändigen und kostenpflichtigen Grundschuldeintragung”, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer von Baufi24.

Mit einer stabilen Einkommenssituation sei die wichtigste Voraussetzung für einen Konsumentenkredit bereits erfüllt. Der Kredit sei meist schnell und einfach abzuschließen und die finanzierte Summe könne zügig ausbezahlt werden.

Weiterhin seien Ratenkredite im Vergleich zur herkömmlichen Baufinanzierung flexibler in der Rückführung. “Wird der Kredit während der Laufzeit ganz oder teilweise außerplanmäßig getilgt, fällt üblicherweise keine Vorfälligkeitsentschädigung an”, sagt Scharfenorth.

Seite zwei: Baufinanzierung eignet sich für umfangreiche Renovierungen [3]Baufinanzierungen eignen sich für umfangreiche Renovierungen

Ein klassisches Baufinanzierungsdarlehen lohnt sich laut Baufi24 bei größeren Vorhaben ab einem Darlehensbetrag von 35.000 Euro. Als Sicherheit für das finanzierende Institut diene dabei eine Grundschuld auf die Immobilie.

Für die Eintragung der Grundschuld werden Kosten für den Notar und das Grundbuchamt fällig. Gleichzeitig sollten keine weiteren grundschuldbesicherten Darlehen die Immobilie belasten, da eine Eintragung im zweiten Rang oft zu erheblich höheren Konditionen führt.

“Mit günstigen Zinssätzen, festem Rückzahlungsplan und der Möglichkeit zum Einbau von Sondertilgungsoptionen bietet diese Variante dem Darlehensnehmer [4] bei größerem Finanzierungsbedarf eine sichere Kalkulationsbasis”, betont Scharfenorth.

KfW-Darlehen für Energieeffizienz

Alternativ zu Konsumentenkrediten und Baufinanzierungen können Immobilienbesitzer auch ein Darlehen bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau [5] (KfW) aufnehmen. Die KfW unterstützt Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen von Immobilien mit Förderprogrammen. Für energetische Sanierungen, wie etwa eine neue Heizungsanlage oder die nachträgliche Dämmung, bietet die KfW Darlehen und Tilgungszuschüsse.

Grundsätzlich gilt dabei: Je höher die erreichte Energieeffizienz, desto höher die Förderung. Die Einbindung von KfW-Förderkrediten bewirkt meist einen niedrigeren Gesamtzins, sodass der Kreditnehmer seine monatlichen Belastungen senken kann. (st)

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