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Immobilienkauf: Furcht vor finanzieller Einschränkung sinkt

Derzeit rechnen mehr Menschen als noch vor einem Jahr damit, dass sie sich nach dem Erwerb einer Immobilie finanziell nicht einschränken müssen. Zu diesem Ergebnis kommt das Immobilienbarometer, eine vom Berliner Portal Immobilienscout24 [1] und Interhyp im August 2014 durchgeführte Umfrage.

Ein Eigenheim wünschen sich viele Deutsche.

Laut der Interhyp AG schätzen Haus- und Wohnungskäufer ihre finanziellen Möglichkeiten aktuell deutlich selbstbewusster als im Vorjahr ein.

Knapp zwei Drittel aller Befragten seien davon überzeugt, dass sie sich nach dem Immobilienerwerb [2] nicht finanziell einschränken müssen (62,5 Prozent).

In 2013 dachten dies noch 54,9 Prozent, so die Interhyp AG.

Selbstbewusstsein bei Kapitalanlegern

Besonders die Gruppe der Kapitalanleger sei zuversichtlich. 84,4 Prozent rechnen nach Angaben der Interhyp AG damit, auch nach dem Immobilienkauf nicht kürzer treten zu müssen (2013: 73,6 Prozent).

Eigennutzer blicken zwar etwas verhaltener als Kapitalanleger, aber dennoch optimistisch in die Zukunft. 57,1 Prozent der künftigen Eigenheimbewohner glauben nicht, dass sie für den Immobilienkauf ihre Konsumgewohnheiten ändern müssten, so die Interhyp AG. Im Vorjahr kamen knapp sechs Prozent weniger zu diesem Schluss.

Eine mögliche Erklärung dafür sind die gegenwärtig niedrigen Zinsen für Immobilienkredite, die mit Bestkonditionen von unter zwei Prozent für zehnjährige Darlehen [3] auf einem historischen Tiefpunkt liegen. 2013 lagen die Baugeldzinsen etwa einen Prozentpunkt höher als heute.

Niedrige Zinsen richtig nutzen

Um das niedrige Zinsniveau optimal zu nutzen, sollten Kaufinteressenten ihre Anlagestragegie gut durchdenken.

“Immobilienkäufer sollten von Anfang an mindestens zwei, besser drei Prozent tilgen und den Zinssatz möglichst lange festschreiben”, rät Interhyp-Chef Michiel Goris. (st)

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