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Deutscher Immobilienmarkt im Aufwind

Bulwien Gesa zufolge werden in Deutschland aktuell Immobilien im Wert von 100 Milliarden Euro errichtet. Gegenüber dem Vorjahr steigt das Volumen damit um zehn Prozent. Das zeigt eine aktuelle Studie des Berliner Analyseunternehmens.

Die Zahl der Projektentwicklungen im Bereich Immobilien steigt in Deutschland laut Bulwien Gesa deutlich an.

Zum achten Mal in Folge untersucht das Analyseunternehmen Bulwien Gesa laut eigenen Angaben die immobilienwirtschaftlichen Projektentwicklungen in den deutschen Metropolen.

In den Blick genommen wurden demnach die zwischen 2011 und 2018 aktuell geplanten, in Bau befindlichen oder fertigen, aber noch technisch oder kaufmännisch zu optimierenden, Bauprojekte in den Städten Berlin [1], Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, Köln, München und Stuttgart.

Laut Bulwien Gesa werden Immobilien im Wert von insgesamt 100 Milliarden Euro errichtet, was ein Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt.

Deutscher Markt erlebt Blütephase

“Der deutschen Immobilienwirtschaft geht es sehr gut, dies zeigt sich auch auf dem Projektentwicklermarkt”, kommentiert Andreas Schulten, Vorstand von Bulwien Gesa [2].

Entwicklungsvolumen entspricht Wohnraumfläche Stuttgarts

Insgesamt erstrecke sich das Gesamtprojektentwicklungsvolumen über rund 24 Millionen Quadratmeter. “Das entspricht dem kompletten Wohnraum Stuttgarts”, erklärt Julia Peters, zuständige Projektleiterin bei Bulwien Gesa. Gegenüber 2013 sei das Volumen um 719.000 Quadratmeter gestiegen. Auch die geplanten Flächen würden mit 1,17 Millionen Quadratmetern deutlich zunehmen, so Peters weiter.

In Berlin entsteht am meisten Fläche

Berlin sei dabei mit 6,8 Millionen Quadratmetern der mit Abstand größte Projektentwicklermarkt, gefolgt von Hamburg, München und Frankfurt am Main [3].

Wohnungssegment als Marktantrieb

Im Wohnungsbereich wird laut Bulwien Gesa bezogen auf die Einwohnerzahl in Frankfurt am Main fast doppelt so viel gebaut wie in Berlin. “Generell ist das Wohnsegment der Motor der Entwicklung”, weiß Peters. Das Volumen habe sich innerhalb der letzten sieben Jahre von unter sieben auf über vierzehn Millionen Quadratmeter Wohnfläche mehr als verdoppelt.

Wohnraum verdrängt Büro- und Einzelhandelsflächen

“Die hohen Eigentumswohnungspreise hemmen wegen entsprechend steigender Grundstückspreise zunehmend die Neubautätigkeit für Büro und Einzelhandel. Überspitzt formuliert werden wir alle zwar bald schöne Wohnungen haben, dafür aber keine modernen Büroräume oder Einkaufsmöglichkeiten mehr”, so Schulten weiter.

Hochtief entwickelt am meisten Immobilien

In der Gesamtbetrachtung ist Hochtief mit 741.000 Quadratmetern Entwicklungsfläche der aktivste Projektentwickler in Deutschland, so Bulwien Gesa. Es folgt die Zech Group mit 553.000 Quadratmetern und NCC mit 508.000 Quadratmetern.

Seite zwei: NCC führt im Wohnimmobiliensegment [4]

NCC führt im Wohnimmobiliensegment

Im Wohnsegment [5] liegt NCC mit 508.000 Quadratmetern Wohnfläche vor Hochtief mit 358.000 Quadratmetern und Wilma Wohnbau GmbH mit 291.000 Quadratmetern, so Bulwien Gesa.

Büroprojekte: Hochtief auf Platz eins

Bei den Büroprojektentwicklern liegt Hochtief mit 343.000 Quadratmetern Mietfläche vor der Zech Group mit 330.000 Quadratmetern und der CA Immo mit 231.000 Quadratmetern.

Im Segment Einzelhandel [6] rangiert HGHI mit 217.000 Quadratmetern Nutzfläche vor der ECE mit 95.000 Quadratmetern und der Bayerischen Hausbau mit 52.000 Quadratmetern.

OFB schafft am meisten Hotelflächen

Die Volumen der Hotelprojektentwickler liegen laut Bulwien Gesa deutlich unter dem der Büroprojekte [7]. Das Ranking wird von der OFB mit fast 80.000 Quadratmetern Nutzfläche angeführt, gefolgt von der IVG Immobilien mit 55.000 Quadratmetern und der Porr Gruppe mit 41.000 Quadratmetern. (st)

Foto: Shutterstock.com