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IMX: Wohnungspreise weiter im Aufwärtstrend

Nachdem die Mietentwicklung in den vergangenen Monaten stagnierte, wurde im Monat November wieder ein Anstieg der Mieten beobachtet, so die aktuelle Auswertung des Immobilienindex IMX. Auch die Kaufpreise für Wohnungen kletterten weiter.

Das bundesweite Mietniveau verzeichnet zum Ende des Jahres wieder einen leichten Zuwachs – allerdings sind laut Immobilienscout24 nicht alle Metropolen von dieser Entwicklung betroffen.

Die bundesweiten Angebotsmieten haben in den vergangenen fünf Monaten eine Seitwärtsbewegung vollzogen, so das Portal Immobilienscout24 [1]. Nun sei für den Monat November erstmals wieder ein leichter Anstieg zu beobachten.

Die aktuelle Auswertung des Immobilienindex IMX zeige einen Anstieg um 0,3 Prozentpunkte. In den Vormonaten habe das durchschnittliche Mietpreiswachstum lediglich bei 0,1 Prozentpunkten gelegen. Ob sich dieser Trend in den kommenden Monaten fortsetzen wird, bleibe zu beobachten.

“Neben saisonalen Ursachen könnten Spill-Over-Effekte aus dem politischen Tagesgeschäft Auslöser des erneuten Preiswachstums sein. Auffällig ist, dass in Hamburg und Köln die Neuvertragsmieten entgegen dem Bundestrend weiterhin stagnieren. Ein starkes Indiz dafür, dass in diesen Märkten wirksame Preisobergrenzen erreicht worden sind”, kommentiert Michael Kiefer, Chefanalyst bei Immobilienscout24, die Entwicklung.

Kaufpreise für Immobilien wachsen weiter

Bei den Angebotspreisen setzt sich nach Angaben von Immobilienscout24 der starke Preisanstieg der Vormonate weiter fort.

Demnach kletterte das Preisniveau für Neubauwohnungen im November um 0,4 Prozentpunkte, während Bestandswohnungen sogar ein Plus von 0,7 Prozentpunkten verbuchten. Laut Immobilienscout24 ist mittelfristig mit weiteren leichten Zuwächsen zu rechnen.

“Trotz steigender Preise ist die Nachfrage nach Wohneigentum weiterhin ungebrochen hoch. Eine unmittelbare Folge der anhaltenden Niedrigzinspolitik, die nicht nur Baugeld enorm verbilligt, sondern auch andere Anlagealternativen zunehmend unattraktiv macht”, so Kiefer.

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Seite 2: Preise für Häuser bewegen sich seitwärts [2]

Bezeichnend sei, dass sich dieser Trend trotz angekündigter Markteingriffe der Bundesregierung nicht abschwäche. “Die Menschen nehmen somit in Erwartung künftiger Wertsteigerungen unattraktivere Fundamentalwerte bei ihrem Immobilieninvestment in Kauf. Eine Entwicklung, die mittelfristig sehr genau beobachtet werden muss”, gibt Kiefer zu bedenken.

Die Preise für neu gebaute Wohnhäuser (Doppel-, Reihen- und Einfamilienhäuser) vollziehen den Angaben zufolge derzeit eine Seitwärtsbewegung. Sie kletterten im November leicht um 0,2 Prozentpunkte. Auch mittelfristig seien nur leichte Preissteigerungen wahrscheinlich. Auch die Angebotspreise für Wohnhäuser aus dem Bestand verzeichneten einen leichten Zuwachs um 0,2 Prozentpunkte. (bk)

Quelle Grafik: Immobilienscout24;  Foto: Shutterstock