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Offene Immobilienfonds: Aktive Fonds entwickeln sich relativ homogen

Die aktiven offenen Immobilienfonds haben sich im Jahr 2013 in ihrer Performance relativ homogen entwickelt, so eine Analyse der IPD Investment Property Databank. Bei den in Abwicklung befindlichen Fonds gibt es dagegen große Unterschiede.

Die IPD Investment Property Databank hat die Performance der aktiven und der in Abwicklung befindlichen offenen Immobilienfonds analysiert.

Die Branche der offenen Immobilien-Publikumsfonds ist derzeit zweigeteilt, da sich eine größere Anzahl an Fonds nach dem Ende der Schließungswelle in Abwicklung befindet. Dies war nach Angaben der IPD Investment Property Databank denn auch das zentrale Unterscheidungsmerkmal für die Renditeentwicklung der Immobilienpublikumsfonds für Privatanleger im Jahr 2013. Während sämtliche in Liquidation befindlichen Fonds des „Offene Fonds Immobilien Index“ (Ofix) über den Ein- und Drei-Jahres-Zeitraum Verluste verzeichneten, lagen die Renditen der meisten aktiven Fonds zwischen zwei und drei Prozent.

„In der Analyse der Einzelfondsrenditen wird deutlich, dass für die aktiven Fonds der von IPD berechnete Index ,Ofix aktive Fonds’ eine gute Annäherung für die Entwicklung der einzelnen aktiven Fonds bietet. Der Ofix Subindex ‚Fonds in Liquidation’ hingegen bildet zwar die aggregierte Performance aller zehn in Liquidation befindlichen Ofix-Fonds korrekt ab, aber auf Grund der sehr großen Renditeunterschiede zwischen den einzelnen Fonds kann nicht von einer homogenen Marktentwicklung gesprochen werden. Die Performance des einzelnen Fonds in Liquidation weicht deutlich von dem Subindex Fonds in Liquidation ab. Für beide Kategorien bieten jedoch die Subindices jeweils einen guten Vergleichsmaßstab zur Beurteilung der Fondsperformance“, erläutert IPD- Geschäftsführer Daniel Piazolo.

Renditeabstand für aktive Fonds ist geschrumpft

Der Blick auf die Spannbreite der Jahresrenditen der Ofix-Fonds im Jahr 2007 im Vergleich zum Jahr 2013 verdeutliche dies: Während der Renditeabstand zwischen oberem Renditequartil und unterem Renditequartil im Jahr 2007 lediglich 1,2 Prozentpunkte betragen habe, vergrößerte er sich im Jahr 2013 auf 10,0 Prozentpunkte. Im Unterschied dazu ging bei der Untergruppe der im Jahr 2013 aktiven Fonds der Renditeabstand von 1,4 Prozentpunkten im Jahr 2007 auf 0,8 Prozentpunkte im Jahr 2013 zurück. Bei den im Jahr 2013 in Liquidation befindlichen Fonds hingegen vergrößerte sich der Renditeabstand erheblich, von lediglich 0,5 Prozentpunkten in 2007 auf 10,8 Prozentpunkte in 2013.

„Der Markt ist nicht nur renditeseitig gespalten, sondern auch in Bezug auf die Entwicklung der Marktanteile der Teilnehmer. Die verbleibenden vier großen Anbieter verzeichnen in etwa die gleiche Summe an Nettomittelzuflüssen wie die in Liquidation befindlichen Fonds über Rückzahlungen und Wertverluste einbüßen. Die Marktkonzentration nimmt im Moment zu, auch wenn bereits erste Anbieter mit neuen Produkten gestartet sind“, ergänzt Piazolo. (bk)

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