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Weltweite Preise für Wohnimmobilien stagnieren

Die weltweiten Preise für Wohnimmobilien mittlerer Qualität stagnieren, so die aktuelle Auswertung  des “Global House Price Index” der Immobilienberatung Knight Frank. In Deutschland wurde ein moderates Wachstum verbucht.

Irische Hauptstadt Dublin: Höchste Zuwachsrate bei den Preisen für Wohnimmobilien

Der “Global House Price Index”, den Knight Frank alle drei Monate für Wohnimmobilien mittlerer Qualität an mehr als 50 Standorten in aller Welt erhebt, habe sich für das dritte Quartal 2014 nahezu stabil gezeigt. Er verbuchte einen leichten Zuwachs um 0,1 Prozent (zweites Quartal 2014: 1,6 Prozent). Das Jahresplus per Ende September 2014 betrage 3,3 Prozent (zweites Quartal 2014: 5,2 Prozent).

Zum ersten Mal in den letzten beiden Jahren nähere sich der Index dem negativen Bereich. “Ängste in Bezug auf die Entwicklung der globalen Wirtschaft, anhaltende Schwierigkeiten in Europa und der Wohnungsmarkt in den USA, der sich langsamer erholt als erwartet, führten zu bescheidenen Wachstumsraten auf dem Wohnimmobilienmarkt”, kommentiert Kate Everett-Allen aus dem internationalen Research für Wohnimmobilien bei Knight Frank. Die bislang treibenden Standorte im globalen Wohnimmobiliensektor Dubai und Asien hätten zudem nachgebende Wachstumsraten verzeichnet.

Irland mit höchstem Zuwachs

Einige Länder verbuchen dennoch deutliche Anstiege. Nach Angaben von Knight Frank verzeichnet Irland mit einer Steigerung des Preisniveaus um 15 Prozent innerhalb von zwölf Monaten den höchsten Zuwachs. Dennoch würden die Preise 39 Prozent unter dem letzten Hoch aus dem Jahr 2007 liegen.

Auch in Spanien und Großbritannien hätten sich die Immobilienpreise positiv entwickelt. “In Spanien bedeutet das allerdings zunächst einmal, dass die Preisspirale nach unten gebremst ist – die Trendwende ist noch nicht geschafft”, kommentiert Everett-Allen. In Hongkong und Dubai habe sich das jährliche Preiswachstum dagegen verlangsamt.

Im dritten Quartal 2014 haben die Preise im mittleren Wohnsegment in Dubai laut Knight Frank um 5,2 Prozent nachgegeben. Damit hätten sich Wohnimmobilien in dem Emirat erstmals in vier Jahren wieder verbilligt.

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Seite 2: Deutschland im Mittelfeld [1]

In Deutschland [2] legte das Preisniveau den Angaben zufolge innerhalb von zwölf Monaten um 6,3 Prozent zu, in Frankreich wurde ein Minus von 1,3 Prozent registriert.

In den USA sind die Preise laut Knight Frank innerhalb von zwölf Monaten um 4,8 Prozent gestiegen (zweites Quartal 2014: 6,2 Prozent). Der Nahe Osten habe ein Preisplus von 9,5 Prozent verzeichnet und damit unter den verschiedenen Regionen den höchsten Anstieg auf Jahressicht.

Auf Quartalsbasis stehe unter den weltweiten Regionen Südamerika mit einem Plus von 1,6 Prozent dank der guten Entwicklung in Brasilien und Kolumbien an der Spitze. (bk)

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