- Finanznachrichten auf Cash.Online - https://www.cash-online.de -

Baunebenkosten: Die am häufigsten vergessenen Ausgaben

Der Kauf oder Bau eines Eigenheims sollte immer ausreichend durchdacht sein. Besonders die Finanzierung muss gut kalkuliert und auf einer soliden Grundlage aufgebaut werden. Oft schätzen Bauherren die Baunebenkosten falsch ein.

Hauskauf Shutterstock 128770676-Kopie-21 in Baunebenkosten: Die am häufigsten vergessenen Ausgaben [1]

Viele Deutsche wünsche sich ein Eigenheim. Beim Kauf sollten die Kosten präzise kalkuliert werden.

“Neben der eigentlichen Baufinanzierung kommen auf den Bauherren Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren und häufig auch eine Maklerprovision zu. Diese Kosten können bis zu 15 Prozent vom Kaufpreis des Hauses betragen und sollten aus eigenen Mitteln aufgebracht werden, denn Banken finanzieren sie üblicherweise nicht im Rahmen des günstigen Hypothekenzinses mit”, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24 [2].

Kosten des Notars

Der Kauf eines Grundstückes kann nur mit einer beglaubigten Urkunde durch den Notar abgewickelt werden. Diesen notariell beglaubigten Kaufvertrag kann der Bauherr nicht umgehen, da er im Gesetzbuch verankert ist. Die Kosten für den Notar hängen auch vom Kaufpreis des Grundstückes ab und belaufen sich meist auf ein bis 1,5 Prozent.

Grunderwerbsteuer

Für jeden Kauf einer Immobilie fällt die Grunderwerbsteuer [3] an. Diese liegt, je nach Bundesland bei 3,5 bis 6,5 Prozent des Kaufpreises. “Hierbei ist zu beachten, dass sich die Grunderwerbsteuer häufig ändert, da die Länder frei über sie bestimmen können“, rät Scharfenorth.

Die Steuer erhöht sich sogar noch, wenn das Grundstück nicht von privaten Käufern oder über den Makler, sondern vom Bauträger erworben wurde. Ist in dem notariell beglaubigten Kaufvertrag auch die Summe für das Eigenheim enthalten, wird die Grunderwerbsteuer am dadurch erhöhten Gesamtkaufpreis bemessen.

Seite zwei: Grundbucheintrag [4]Grundbucheintrag

Das Eigentum am Grundstück kann nur auf den Käufer übergehen, wenn es einen Grundbucheintrag gibt. In der Regel werden die Kosten für den Grundbucheintrag in der Notarrechnung mit aufgeführt. Sie machen dabei etwa die Hälfte der Notarkosten aus.

Die Kosten des Maklers

Es gibt heutzutage nicht mehr viele Grundstücke oder Immobilien, die ohne einen Makler [5] erworben werden können. Im Normalfall beauftragt der Kunde also den Makler mit der Suche nach einem geeigneten Objekt. Scharfenorth gibt zu bedenken, dass Makler sich diese Dienste mit einer Courtage von 3,5 bis sieben Prozent des Kaufpreises inklusive Mehrwertsteuer, je nach Lage des Grundstückes, bezahlen lassen.

Auch wenn diese Punkte alle erledigt sind, kommen weitere Ausgaben auf den Bauherren [6] zu. Bevor das Haus gebaut werden kann sind Bauantrag und Baugenehmigung einzuholen.

Einrichtung der Baustelle

Auch für die Vorbereitung und Einrichtung der Baustelle fallen Posten an. Dazu gehören beispielsweise die Erschließung des Grundstücks für Baufahrzeuge, sowie Anschlüsse für Strom, Gas und Wasser. Außerdem sollte sich der Bauherr gegen Risiken versichern. Dazu zählen eine Haftpflichtversicherung oder eine Wohngebäudeversicherung.

Vor dem Hausbau sollten Bauherren sich in jedem Fall über alle anfallende Nebenkosten und andere baubedingte Gebühren informieren und diese in ihr Vorhaben [7] einrechnen. (st)

Foto: Shutterstock.com