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Baufinanzierung: Was zu beachten ist

Eine Baufinanzierung sollte gut durchdacht sein. Vor allem das eingebrachte Eigenkapital und die Tilgungshöhe beeinflussen das Gelingen einer Finanzierung, so das Portal Baufi24.

Je mehr Eigenkapital der zukünftige Häuslebauer einbringt, desto günstiger wird das Immobiliendarlehen.

Da die Finanzierung einer Immobilie individuell angepasst werden müsse, gebe es einige Aspekte zu beachten: „Faktoren wie die Länge der Zinsbindung, die Höhe der Zinsen, Tilgungsrate, Eigenkapital und auch das Familieneinkommen entscheiden darüber, welche Baufinanzierung für den Kunden geeignet ist“, erklärt Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.

Wichtigster Faktor Eigenkapital

Je mehr Eigenkapital [1] der zukünftige Häuslebauer besitzt, desto günstiger wird das Immobiliendarlehen. Denn Banken sehen es gerne, wenn der Kreditnehmer eine gewisse Geldsumme selbst in das Bauvorhaben mitbringt. Ratsam sind laut Baufi24 20 bis 40 Prozent Eigenkapital.

Finanziert der Kunde mit dem Darlehen nur einen Teil der Kosten, geht der Kreditgeber ein kleineres Risiko ein und die Zinsen fallen entsprechend niedriger aus. Grundsätzlich sollten wenigstens die Kaufnebenkosten, die je nach Bundesland variieren können, aus eigenen Mitteln gestemmt werden.

Wer über keine oder nur eine kleine Geldsumme verfügt, sollte prüfen, inwieweit er die eigenen Mittel anderweitig erhöhen kann. Dies könne beispielsweise über bereits bestehende Bausparverträge oder Lebensversicherungen geschehen. Außerdem sparten Kunden nochmals, wenn sie handwerklich bewandert sind und sich zutrauen, selbst beim Hausbau mit anzupacken.

Zinsentwicklung immer im Blick haben

Aufgrund des aktuell niedrigen Zinsniveaus [2] fallen Kreditraten besonders niedrig aus. Jedoch besteht immer das Risiko, dass die Zinsen ansteigen. Um bei solch einem Anstieg nicht in eine finanzielle Notlage zu kommen, gelte es schon jetzt darüber nachzudenken, wieviel Abschlagszahlung sich der Häuslebauer in Zukunft leisten kann.

„Haushalte sollten sich nicht bis auf den letzten Cent verschulden, sondern ausreichend Reserven in das monatliche Budget einplanen“, rät Scharfenorth.

Seite 2: Schnellere Entschuldung mit Sondertilgungen [3]

Stattdessen sei es sinnvoll, dass Eigenheimbesitzer viel mehr in eine hohe monatliche Tilgung [4] investieren und auch Sondertilgungen einplanen, um die Gesamtlaufzeit sowie die Restschuld zu minimieren.

Sondertilgungen seien dabei ein gutes Mittel um die Zinslast schneller zu verringern, denn der größte Vorteil liegt in der schnelleren Entschuldung und insgesamt weniger zu zahlenden Zinsen. Dann rücke die schuldenfreie Zeit deutlich näher. Im Falle der Anschlussfinanzierung sorgt eine geringe Restschuld auch für geringere Raten.

Baunebenkosten nicht vergessen

Oft vergessen oder unterschätzen Bauherren die Baunebenkosten [5]. Neben der eigentlichen Baufinanzierung kommen auf den zukünftigen Immobilienbesitzer Grunderwerbsteuer, Notar- und Grundbuchgebühren und häufig auch eine Maklerprovision zu.

Diese Kosten können laut Baufi24 bis zu 15 Prozent des Kaufpreis der Immobilie betragen und sollten aus eigenen Mitteln aufgebracht werden, da Banken sie üblicherweise nicht im Rahmen des günstigen Hypothekenzinses mitfinanzieren.

Generell gelte es, die Baufinanzierung nicht zu überstürzen und gründlich über alle Aspekte nachzudenken. Interessenten können mit dem Baufinanzierungsrechner von Baufi24 ermitteln, wie Raten aus Zins und Tilgung bei unterschiedlichen Finanzierungsbeträgen und Beleihungssätzen ausfallen. (bk)

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