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Bauzinsen bleiben nahe am historischen Tief

Die Baufinanzierungszinsen bewegen sich momentan wieder dicht an ihrem historischen Tiefpunkt vom April 2015. Der Chefsvolkswirt der Postbank AG geht davon aus, dass erst in der zweiten Jahreshälfte ein leichter Aufwärtstrend einsetzt.

Marco Bargel, Postbank: “Der Renditerückgang am Kapitalmarkt dürfte die Zinssätze für Baudarlehen noch einmal leicht dämpfen.”

Ein Mix aus schwachen Konjunkturdaten, einem starken Kursverfall bei risikobehafteten Vermögenswerten und eine weitere Leitzinssenkung der EZB schickten die Renditen von Bundesanleihen in den vergangenen Wochen auf Talfahrt, so die Postbank in ihrem aktuellen Zinskommentar. Zeitweise rentierten zehnjährige deutsche Staatsanleihen nur noch bei 0,10 Prozent und damit fünf Basispunkte oberhalb des im April 2015 erreichten historischen Tiefs.

Gedämpfte Konjunkturentwicklung

“Die gedämpfte Konjunkturentwicklung und Zurückhaltung der Notenbanken dürften einen nachhaltigen Anstieg der Renditen in den kommenden Monaten verhindern”, sagt Dr. Marco Bargel, Chefvolkswirt der Postbank. “Erst wenn der Abwärtstrend der Konjunktur beendet und die Inflation auf einen stabilen Aufwärtstrend eingeschwenkt ist, halten wir nachhaltig höhere Renditen für wahrscheinlich. Dies sollte frühestens in der zweiten Jahreshälfte der Fall sein.”

Der Renditerückgang am Kapitalmarkt dürfte die Zinssätze für Baudarlehen [1] nach Erwartung der Postbank noch einmal leicht dämpfen. Größere Abwärtsbewegungen seien dabei aber nicht mehr zu erwarten.

Die Zinssätze dürften vielmehr nahe an ihrem historischen Tiefstand verharren und in der zweiten Jahreshälfte auf einen moderaten Aufwärtstrend einschwenken. (bk)

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