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DTI Nord/Ost: Preise steigen weiter

Der langfristige Trend – steigende Immobilienpreise – setzt sich auch weiterhin im Norden und Osten Deutschlands fort. Das zeigt der Dr. Klein Trendindiktaor Immobilienpreise (DTI).

Der Trend der steigenden Immobilienpreise bestätigt sich auch im Osten und Norden Deutschlands.

Die Immobilienpreise [1] steigen fast überall im Norden und Osten Deutschlands kontinuierlich an. Dies zeigt die aktuelle Auswertung des Dr. Klein Trendindikators Immobilienpreise (DTI) für die Region Nord und Ost mit den Metropolregionen Hamburg, Hannover, Berlin und Dresden.

Im Vergleich zum letzten Quartal verteuern sich laut DTI vor allem Eigentumswohnungen in Hamburg (plus 5,32 Prozent), einen leichten Preisrückgang gab es nur für Eigentumswohnungen in Dresden (minus 1,13 Prozent). Der Blick auf das Vorjahresquartal zeige, dass sich der langfristige Trend fortsetzt: Überall seien Wohnimmobilien teurer, in Hannover sogar 11,10 Prozent.

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Dresden, sinkende Wohnungspreise, steigende Hauspreise

Während die Wohnungspreise in der Dresdener Region leicht zurückgehen würden, würden Häuser weiterhin etwas teurer werden. Sebastian Mosch, Spezialist für Baufinanzierung bei Dr. Klein am Standort Dresden: “Das Bauamt gibt in der Stadt mittlerweile größtenteils Geschossbauten frei, dadurch ist der Platz für Ein- und Zweifamilienhäuser begrenzt.”

“Dresden hat ein relativ hohes Familieneinkommen, weshalb die Nachfrage nach den eigenen vier Wänden [2] hoch bleibt. Deshalb zeigt sich der Häusermarkt weiterhin etwas angespannter. Bei Wohnungen lässt sich ein gegenteiliger Trend beobachten. Zwar sind die begehrten oberen Stockwerke inzwischen nicht mehr auf dem Markt – andere Wohnungen bleiben aber über einen längeren Zeitraum verfügbar”, so Mosch.

Seite zwei: Hannover, Hamburg und Berlin [3]

Mosch schätzt, dass dieser Trend anhalten wird: “Die Bevölkerung wächst, und die Zahl der Haushalte sowie die Kaufkraft nehmen in Dresden nach wie vor zu. Das wird auch weiterhin für eine kontinuierliche Nachfrage nach Wohnimmobilien sorgen.” Im Vergleich zum Vorjahresquartal kosten Häuser 4,75 Prozent mehr, der Preis für Wohnungen ist um 2,29 Prozent gestiegen, so die Ergebnisse des DTI.

Hannover bleibt günstigster Markt

Der Großraum Hannover bleibe bei einem Medianpreis von 2.103 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen und 1.823 Euro pro Quadratmeter für Häuser hinter Dresden zurück, wo die Preise bei 2.150 und 2.057 Euro pro Quadratmeter liegen würden. Damit habe die Landeshauptstadt erneut die günstigsten mittleren Quadratmeterpreise der aktuell ausgewerteten Metropolregionen.

Allerdings würden die Preise in beiden Immobilienkategorien um jeweils über drei Prozent steigen, verglichen mit dem Vorjahr kosten Häuser sogar 11,10 Prozent mehr. Seit Mitte 2015 sei das Wachstum damit wieder auf einem zweistelligen Niveau.

Hamburg bleibt teuerste Stadt

Bei den gemittelten Preisen für Wohnimmobilien bleibt laut DTI Hamburg Spitzenreiter, sowohl in Bezug auf Eigentumswohnungen, die im Mittel 3.652 Euro pro Quadratmeter kosten, als auch auf Ein- und Zweifamilienhäuser (2.400 Euro pro Quadratmeter). Die Preise der teuersten Objekte würden in beiden Kategorien bei über 9.000 Euro pro Quadratmeter liegen – ein Betrag, an den einzelne Häuser in Berlin im dritten Quartal erstmals ebenfalls heranreichen würden.

Nachdem im ersten Halbjahr die Preise für Wohnungen in der Hansestadt leicht nachgegeben hätten, würden sie nun wieder klettern und 5,37% Prozenthöher als im letzten Quartal liegen und 3,67 Prozent höher als im Vorjahreszeitraum. Die Preisspanne bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist laut DTI noch einmal gewachsen: Ein Quadratmeter kostet hier von 544 Euro pro Quadratmeter bis 9.137 Euro pro Quadratmeter

Kontinuierliches Preiswachstum in Berlin

Die Preise für Häuser in und um Berlin folgen mit einer Steigerung von 1,83 Prozent dem Trend der letzten Monate. Wohnungen [4]würden um 2,14 Prozent teurer werden.

Wie in Hamburg müssten Interessenten sich auch hier auf höhere Quadratmeterpreise für Wohnungen als für Häuser einstellen: im Mittel betragen sie 3.066 Euro pro Quadratmeter für Wohnungen im Vergleich zu 2.160 Euro pro Quadratmeter für Häuser. (kl)

Foto: Shutterstock