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Kauf-Map Berlin: Wie teuer ist welcher Stadtbezirk?

Die kontinuierlich steigenden Immobilienpreise in den Metropolen sind allgegenwärtig. Die „Kauf-Map“ von Immobilienscout24 visualisiert die Wohnungskaufpreise in den verschiedenen Berliner Bezirken.

Die „Kauf-Map“ von Immobilienscout24 visualisiert die Wohnungskaufpreise in den verschiedenen Berliner Bezirken.

Ein Blick auf die jüngste Preisentwicklung zeige, dass sich seit Jahresbeginn die Wohnungspreise in deutschen Großstädten nochmals verteuert hätten. Treiber der Entwicklung sei die große Nachfrage – vor allem in den Ballungsgebieten. Auch die niedrigen Zinsen begünstigten diesen Trend. So hätten die Wohnungspreise in Berlin [1] seit Jahresbeginn um 5,8 Prozent zugelegt.

Stadtlagen und Westbezirke am teuersten

Mit besonders hohen Preisen müssen Interessenten in den traditionellen gutbürgerlichen Westbezirken wie Grunewald oder Dahlem rechnen. Aber auch in Mitte, Kreuzberg oder Prenzlauer Berg hätten die Preise angezogen. Das Preisniveau von neu gebauten Eigentumswohnungen liege über dem Niveau von Bestandsbauten. [2]

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Beispielsweise zahle ein Immobilienkäufer in Grunewald für eine 30 Jahre alte Neubauwohnung 427.280 Euro, wohingegen eine Bestandswohnung 306.880 Euro koste. In Mitte müsse man für eine Neubauwohnung 398.640 Euro zahlen und für eine Bestandswohnung 268.240 Euro.

Seite zwei: Sanierungskosten beachten [3]

Käufer sollten aber im Blick haben, dass in eine Bestandswohnung meist noch über den Kaufpreis hinaus investiert werden müsse. “Beim Kauf einer Wohnung älteren Jahrgangs sollte unbedingt vorab die Bausubstanz und der energetische Zustand geprüft werden.

So lassen sich Folgekosten realistisch einschätzen. Nur wenn der finanzielle Vorteil beim Kaufpreis die nachträglichen Investitionen aufwiegt, wird der Kauf einer Bestandsimmobilie unterm Strich nicht teurer als der Neubau”, erklärt Ralf Weitz, Experte für Baufinanzierung bei Immobilienscout24.

Günstiger kaufen im Osten

In den Ortsteilen der Ostbezirke Marzahn, Hellersdorf und Bohnsdorf müssten Käufer deutlich weniger in die eigene Immobilie [4] investieren. Hier liegt das Preisniveau für eine Neubauwohnung bei 164.400 Euro in Marzahn, bei 165.200 Euro in Hellersdorf und bei 171.360 Euro in Bohnsdorf.

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Somit koste eine Neubauwohnung im Prenzlauer Berg oder in Mitte doppelt so viel wie in den östlichen Außenbezirken. Auch in Marzahn, Hellersdorf und Bohnsdorf liege das Preisniveau für Bestandswohnungen deutlich unter den Neubaupreisen.

Für die Auswertung im Zeitraum Januar bis März 2016 habe Immobilienscout24 rund 30.000 Neubau- und Bestandswohnungen ausgewertet. Die Auswertung beziehe sich auf ein Referenzobjekt, welches 80 Quadratmeter groß ist, drei Zimmer und eine mittlere Ausstattungsqualität hat. (kl)

Foto: Shutterstock