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Lage-Rating Berlin: Die besten Chancen

In welchen Teilen Berlins haben Investoren und Kapitalanleger beste Investitionsperspektiven? Das Lage-Rating von Immobilienscout24 und Handelsblatt Online gibt die Antwort. Die Analyse des Berliner Immobilienmarktes ist der Auftakt für eine insgesamt vierteilige, wöchentliche Lage-Rating-Serie.

Überblick über das Lage-Rating für Berlin. Die besten Chancen für Investoren bieten sich in zentralen Bezirken wie Mitte und Kreuzberg.

Der deutsche Immobilienmarkt ist dynamisch, vor allem in den Metropolen. Dort würden sich Immobilien trotz des steigenden Preisniveaus gut verkaufen. Immobilien seien die unangefochtene Nummer eins, wenn es um eine sichere Geldanlage [1] geht. Doch die Lage sei das A und O und entscheide darüber, ob sich das Objekt eines Tages wieder gewinnbringend verkaufen lässt.

Sogar innerhalb stark nachgefragter, innerstädtischer Stadtteile gebe es zum Teil große Unterschiede. Die Wohnlagen in Berlin, Hamburg, München und Frankfurt am Main werden im Lage-rating nach den Kategorien “gut”, “mittel” und “einfach” unterschieden. Zu Beginn der Serie wird das Lage-rating für Berlin vorgestellt.

Sichere Anlage

Berlin boomt und das hat für Investoren positive Effekte, so die Autoren des Lage-Ratings. Wer in Berlin kauft, lege sein Geld sicher an. Vorausgesetzt, er erwerbe eine Immobilie in den Innenstadtbezirken. Denn diese würden aufgrund ihrer stabilen Preisentwicklung das Prädikat “beste Lage” tragen.

“Trotz stetiger Steigerung der Kaufpreise [2] steht Berlin immer noch im Fokus von Investoren aus dem In- und Ausland. Vor allem die Bezirke innerhalb des S-Bahnrings haben eine gute Entwicklungsperspektive und bieten Anlegern eine hohe Investitionssicherheit”, so Jan Hebecker, Leiter Märkte und Daten bei Immobilienscout24.

Doch hinter der Stadtgrenze nehme die Investitionssicherheit ab – abgesehen von Hotspots wie Potsdam, Babelsberg oder Glienicke.

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Lage-Rating Mitte:

Die teuersten Lagen im Szene-Bezirk Mitte würden direkt hinter dem Brandenburger Tor am Pariser Platz beginnen und sich die gesamte Prachtstraße Unter den Linden entlangziehen.

Als “sehr gute Lage” sein auch die Friedrichstraße, die Areale rund um den Gendarmenmarkt und einzelne Straßenzüge südlich der Torstraße in Richtung Hackescher Markt, also rund um Alte Schönhauser Straße und Mulackstraße, einzustufen.

Günstiger werde es dort, wo in Richtung Kreuzberg zusammenhängende Baugebiete entstanden sind. Dazu zähle beispielsweise die Gegend rund um den U-Bahnhof Heinrich-Heine-Straße. Einfache bis mittlere Lagen könnten darüber hinaus in Richtung des Ortsteils Wedding lokalisiert werden.

Seite zwei: Lage-Rating Tempelhof und Wilmersdorf [3]

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Lage-Rating Tempelhof:

Tempelhof sei durch eine Mischung aus Mietshäusern und Einfamilienhaus-Siedlungen sowie Industrie- und Grünflächen charakterisiert. Entsprechend lasse sich der Bezirk in drei Lagequalitäten untergliedern.

Gute Lagen würden sich im nördlichen Teil des Bezirks finden – in Neu-Tempelhof in der sogenannten Fliegersiedlung rund um die Manfred-von-Richthofen-Straße. Südlich daran angrenzend gebe es mittlere Lagen, die rechts und links der großen Verkehrsachse Tempelhofer Damm in Richtung Mariendorf in einfache Lagen übergehen würden.

Lage-Rating Wilmersdorf:

Wilmersdorf ist im Südwesten Berlins relativ zentral gelegen und mit dem Grunewalder Forst einer der grünsten Stadtteile Berlins. Die Nachfrage nach den repräsentativen Altbauten sei hoch und zu den guten Lagen würden die Straßenzüge rund um den Olivaer Platz sowie alle Lagen in der Nähe der prominenten Shopping- und Flaniermeile Kurfürstendamm zählen.

Die südlich angrenzenden Seitenstraßen, wie die Kantstraße oder die Fasanenstraße, würden in die Kategorie “mittlere Lage” gehören. Daran würden sich die einfacheren Lagen anschließen. Einige gute Lagen würden aus diesem Muster im südlichen Bereich Wilmersdorfs herausragen, wie beispielsweise einzelne Straßen rund um die Blissestraße oder noch weiter südlich am Südwestkorso.

Lage-Rating für Deutschland:

Die besten Lagen (AAA) würden sich in den Metropolräumen der Top-fünf-Städte München, Frankfurt am Main, Hamburg, Berlin und Köln, aber auch in Stuttgart, Düsseldorf, Münster, Wolfsburg, Freiburg im Breisgau sowie im Raum Nürnberg und in der Bodensee-Region finden.

Unsichere Lagen im Hinblick auf eine stabile Wertentwicklung von Immobilien (Bewertungen CC bis D) würden sich in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern finden – ausgenommen die Küstenregion und die Ostseeinseln – im südlichen Niedersachsen oder im ländlichen Teil von Sachsen-Anhalt. In diesen strukturschwachen Regionen habe der demografische Wandel bereits zu deutlichen Bevölkerungsverlusten geführt, der starke Auswirkungen auf den Immobilienmarkt habe.

Das Lage-Rating basiert auf Immobilienmarktdaten von ImmobilienScout24, wie Preisniveaus und Preisentwicklungen der vergangenen fünf Jahre. Zusätzlich sind als externe Faktoren die Bevölkerungsentwicklung und die Entwicklung der Arbeitsplätze in die Analyse eingeflossen, da diese Faktoren einen entscheidenden Einfluss auf die Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt haben. Das Lage-rating auf Stadtteilebene unterscheidet nach den drei Kategorien “gut”, “mittel” und “einfach”. (kl)

Foto: Immobilienscout24