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Wohngebäudepolice: Warum sie für Hausbesitzer so wichtig ist

Die Wohngebäudeversicherung gehört nach Aussage der Versicherer zu den unverzichtbaren Policen für Immobilieneigentümer. So werde diese Police bei finanzierten Immobilien vom Kreditgeber sogar vorausgesetzt.

Besonders wichtig ist ein solider Grundschutz.

“Für die eigene Immobilie sollte auf jeden Fall eine Wohngebäudeversicherung abgeschlossen werden”, betont Hasso Suliak, Sprecher des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft [1] (GDV).

Sie schütze den Eigentümer eines Hauses vor den finanziellen Folgen eines Sachschadens. Versichert ist das gesamte Gebäude einschließlich aller fest eingebauten Gegenstände.

In der Regel sind laut Suliak Schäden durch folgende Gefahren abgedeckt: Feuer, Blitzschlag, Explosion oder Implosion, Sturm (ab Windstärke 8) und Hagel, Leitungswasser und Überspannung.

“Viele Versicherer bieten die Wohngebäudeversicherung [2] bereits inklusive der Elementarschadenversicherung [3] an – wer sie nicht nutzen möchte, muss sie gezielt abwählen”, erläutert Suliak.

Wichtigste Versicherung für Hausbesitzer

Nach Ansicht von Timo Suchert, Gruppenleiter Produktmanagement SHU (Sach-, Haftpflicht und Unfall Privat und Sach Firmen) bei der VHV, ist die Wohngebäudeversicherung die wichtigste Versicherung für Hausbesitzer [4], denn häufig handle es sich um sehr hohe oder sogar existenzbedrohende Schäden. Bei finanzierten Immobilien werde diese Police vom Kreditgeber sogar vorausgesetzt.

“Neben den genannten Grundgefahren sind in der VHV Wohngebäudeversicherung zum Beispiel Nebengebäude und grob fahrlässig verursachte Schäden mitversichert. Auch hier gibt es einen optionalen Baustein Exklusiv, der dann zum Beispiel auch Graffitischäden und die Entfernung von Insektennestern beinhaltet”, erklärt Suchert.

Seite zwei: Solider Grundschutz [5]

Darüber hinaus gebe es weitere Bausteine für die Versicherung von Fotovoltaik [6]– und Windkraftanlagen, für energetische Modernisierungen und Glasschäden sowie die Absicherung gegen Elementarschäden.

Solider Grundschutz

Besonders wichtig ist zunächst, dass ein solider Grundschutz besteht. “Jede Gebäudeversicherung sollte daher die Gefahren Feuer, Leitungswasser, Sturm/Hagel sowie die weiteren Elementargefahren wie Überschwemmung und Rückstau umfassen“, sagt Kai Waldmann, Vorstand Alte Leipziger Versicherung AG.

Je nach Absicherungsbedürfnis des Einzelnen könne der Versicherungsschutz [7] darüber hinaus erweitert werden. “Wir empfehlen besonders auf die Entschädigung für Aufräum- und Abbruchkosten, von Kosten für die Dekontamination von Erdreich sowie auf Versicherungsschutz bei grob fahrlässig verursachten Versicherungsfällen zu achten”, so Waldmann.

Auch Michael Franke, Geschäftsführer bei Franke und Bornberg, sieht den Abschluss einer Wohngebäudeversicherung als essenziell an.

Die grundsätzlichen Gefahren wie Schäden durch Feuer, Sturm oder Leitungswasser seien in den Produkten üblicherweise abgedeckt.

“Es gibt aber viele zusätzliche Regelungen und Einschlüsse, die die Tarife unterscheiden und die im Hinblick auf das persönliche Risiko zu beachten sind. Das betrifft beispielsweise Rohrleitungen, Überspannungsschäden, Aufräum- und Abbruchkosten, und den Umgang mit grober Fahrlässigkeit. Eine ausführliche Beratung ist daher hilfreich”, betont Franke. (bk)

Foto: Shutterstock