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Baufinanzierungen online akquirieren: Dos & Don’ts

Wer als Vermittler Baufinanzierungen online akquirieren möchte, sollte sich mit den Themen Websitegestaltung, Webinhalte, Online-Werbung, Plattform-Präsenz und Kommunikationsmöglichkeiten sehr gut auskennen. Hier einige Dos und Don’ts.

Kolumne von Joachim Leuther, BS Baugeld Spezialisten

Joachim Leuther: “Google MyBusiness ist unerlässlich, denn die Liste möglicher Berater in der Nähe ist häufig das Erste, was ein Interessent sieht wenn er googelt.”

“Hier entsteht eine neue Website”. Dies ist häufig keine Ankündigung sondern eine Digitalruine, die niemals ans Netz gehen wird.

Wer mit einer Organisation zusammenarbeitet, die die Herausforderungen der Digitalisierung [1] ergebnisorientiert für einen löst, kann sich zurücklehnen. Wer sich selbst im Netz etablieren möchte, wird verstehen wollen, was funktioniert und was nicht.

Kernfrage beantworten 

Die Kernfrage lautet: Soll die Website Neukunden [2] generieren oder nur Empfehlungskunden Seriosität vermitteln?

Eine Imageseite ist weniger aufwendig als eine Website [3], die Leads [4] generieren soll. Letztere muss immer auf dem neuesten Stand der Technik und der Kundenbedürfnisse [5] gehalten werden. Hier einige Dos & Don’ts:

1. Websitegestaltung
-> Responsives Design ist Standard. Das heißt, dass sich die Seite an jedes beliebige Endgerät, das User benutzen, anpasst.
-> Die Website sollte zuallererst das anzeigen, was Kunden interessiert. Auf Smartphones ist nur wenig Platz, um mit einem Angebot oder Tool den Interessenten zum Klicken zu bewegen. Wer nach einer Baufinanzierung sucht, sollte als erstes auch eine Baufinanzierung finden – und nicht Informationen zum Vermittler oder zu Versicherungsangeboten. Die Ungeduld von Usern sollte man nicht unterschätzen – finden sie nicht sofort, was sie suchen, dann sind sie weg.
-> Daher sollte auch die Ladezeit einer Website zwei Sekunden nicht überschreiten. Komplexe Rechner oder hochauflösende Fotos bremsen die Ladezeit. Ab drei Sekunden brechen über 60 Prozent den Ladevorgang ab.
-> Fotos oder Skizzen erleichtern Usern jedoch auch den Zugang zu Themen und lockern die Website auf. Fotos, die vor 20 Jahren aufgenommen wurden, sieht man das in der Regel auch an. Lieber öfter mal ein paar neue Bilder und Portraits platzieren.
-> Persönlichkeit einbringen. Viele Websites sehen austauschbar aus. Warum nicht eine Website in Zebraoptik, wenn man sich auf die Finanzierung von Zoos spezialisiert? Wer in Form, Farbe und Texten seinen eigenen Stil einbringen kann, erzielt Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit erzeugt Leads.
-> Kundenverhalten auf der Website kann man mit Google Analytics messen. Dabei ist erkennbar, welche Seiten, Rechner, AdWords-Kampagnen gut funktionieren – und welche nicht. Damit kann man immer weiter optimieren und sich an neue Kundenbedürfnisse anpassen.

Seite zwei: 2. Optimierte Website-Inhalte [6]

2. Optimierte Website-Inhalte
-> Eine Seite lebt von Content – also nützlichen Inhalten und Informationen. Content wiederum lebt von Aktualität. Eine Zinsinformation aus 2013 hat nostalgischen Wert – sonst keinen.
-> Suchmaschinenoptimierung [7] (SEO) wird von vielen Agenturen angeboten. Konkrete Ergebnisse oder gar Leadtraffic können nur selten versprochen werden. Trotzdem lohnt sich die Optimierung, um gefunden zu werden.
-> Duzen oder Siezen auf der Website? Das hängt von der Zielgruppe und der Persönlichkeit des Beraters ab – die Anrede sollte zu beiden passen.

3. Plattform-Präsenz
-> Social Media [8] berücksichtigen. Die Accounts dazu sind in der Regel kostenlos und man kann Inhalte und News der Website dort posten um Interesse zu wecken.
-> Positive Kundenbewertungen sind der Goldstandard im Netz. Ein gutes Bewertungsportal mit vielen Bewertungen findet bei Google [9] Aufmerksamkeit.
-> Google MyBusiness ist unerlässlich, denn die Liste möglicher Berater in der Nähe ist häufig das Erste, was ein Interessent sieht wenn er googelt.

4. Werbung schalten
-> Eine Website allein generiert selten selbst Leads. Dazu bedarf es Werbekampagnen wie zum Beispiel Google AdWords, Facebook [10] Ads etc.
-> AdWords-Kampagnen kann man selbst machen – wenn man sich das zutraut. Wenn nicht ist es sinnvoll, eine professionelle Agentur damit zu beauftragen, die sinnvollerweise Referenzen aus der Finanzdienstleistung [11] vorweisen kann.

Seite drei: 5. Kommunikations-Möglichkeiten [12]

5. Kommunikations-Möglichkeiten
-> Im Leadgeschäft ist es entscheidend, dass ein Interessent sofort Kontakt aufnehmen kann – und dass dieser Kontaktwunsch ebenso schnell erfüllt wird. Wer chattet, telefoniert oder per Online-Formular einen Kontakt anfragt, möchte, dass binnen Sekunden reagiert wird.
-> Kunden wollen auf alle möglichen Arten kommunizieren. Es lohnt sich, auch mal über die Verwendung von beispielsweise Whatsapp oder Facetime nachzudenken. Nicht alles passt für jeden, aber man ist überrascht, wie gerne Kunden kurze, organisatorische Informationen über Whatsapp erhalten.

Das Kundenverhalten ist nur auf kurze Zeit hin berechenbar – bis neue, angenehmere digitale Verführer das Interesse auf sich ziehen. Um bei diesen Entwicklungen mit dabei zu sein, kann man entweder selbst entwickeln oder sich einen Kooperationspartner suchen, der das für einen übernimmt.

“Hier entsteht eine neue Website” kann der Grenzstein sein, der einen von der Digitalisierung abhängt – oder strategischer Grundgedanke, dass man die Webpräsenz jeden Tag weiterentwickeln muss, um Kunden zu begeistern.

Autor Joachim Leuther ist Vorstand der BS Baugeld Spezialisten AG.

Foto: BS Baugeld Spezialisten AG


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