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Crowdfunding: Bekanntheitsgrad wächst

Der Bekanntheitsgrad von Crowdfunding nimmt zu: Insgesamt 45 Prozent der Deutschen ist diese Anlageform bereits bekannt, so das Ergebnis einer Allensbach-Umfrage im Auftrag der Plattform iFunded. Fast jeder Achte könnte sich vorstellen, auf diesem Weg in ein Immobilienprojekt zu investieren.

Insbesondere bei den unter 50-Jährigen ist das Prinzip des Crowdfundings bereits einer Mehrheit geläufig.

Das Institut für Demoskopie Allensbach hat im Auftrag von iFunded erstmals eine repräsentative Bevölkerungsumfrage durchgeführt, die die Bekanntheit und Akzeptanz von Crowdfunding [1] untersucht.

Crowdfunding von Immobilien ist eine sehr junge Anlageklasse [2] und wird erst seit rund drei Jahren in Deutschland angeboten. Mittlerweile hat mit 45 Prozent bereits knapp die Hälfte der Bevölkerung schon einmal von Crowdfunding gehört und 17 Prozent wissen bereits, dass es auch zur Immobilienfinanzierung [3] genutzt wird.

13 Prozent ziehen Investment in Betracht

Immerhin 13 Prozent können sich mittlerweile vorstellen, mithilfe der neuen Anlageklasse des Crowdfundings in ein Immobilienprojekt zu investieren.

Die Zahlen seien umso bemerkenswerter, da klassische Finanzdienstleister wie Banken sich bis dato zumeist schwer tun, ihren Kunden diese neue Art des Immobilieninvestments anzubieten, so iFunded.

“Hier zeigt sich zwar deutlich, dass Crowdfunding für Immobilien in Deutschland noch in der Entwicklungsphase steckt, es aber eine Grundbekanntheit gibt, die viel Luft nach oben bietet. Das Potenzial, dass diese Finanzierungsart auf eine breitere Akzeptanz trifft, ist definitiv vorhanden – Vertrauensbildung ist hier der Schlüssel”, sagt Dr. Thomas Petersen, Projektleiter am Institut für Demoskopie Allensbach.

Crowdfunding am bekanntesten unter leitenden Angestellten und Beamten

Eine deutliche Korrelation zeige sich bezüglich der Schulbildung und der Bekanntheit des Crowdfunding. Circa einem Viertel (24 Prozent) der Volks- und Hauptschulabgänger ist Crowdfunding geläufig, bei Absolventen der Mittleren Reife ist dies mit 44 Prozent nahezu ausgewogen und Abiturienten sowie Studenten haben mit 70 Prozent mehrheitlich davon gehört.

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Innerhalb der Berufskreise variiert die Bekanntheit des Crowdfundings. “Schon davon gehört” und “schon näher damit beschäftigt” haben sich mit 61 Prozent in erster Linie leitende Angestellte und Beamte, gefolgt von Selbstständigen (55 Prozent). Einfache Angestellte und Beamte kommen auf 45 Prozent. Weniger bekannt ist es bei Facharbeitern (32 Prozent) und angelernten Arbeitern (23 Prozent).

Rund ein Viertel würde investieren

Generell ist die Bereitschaft, mit einem Schwarm in Immobilien zu investieren, bei jenen, denen Crowdfunding bereits geläufig ist laut iFunded mit 23 Prozent wesentlich größer als bei jenen, denen es noch unbekannt ist (fünf Prozent).

Seite 2: Kleine Summen erhöhen die Investitionsbereitschaft [4]

Dabei seien diejenigen, die sich solch ein Investment vorstellen können, eher dazu bereit, kleinere Summen zu investieren: 21 Prozent geben an, bis zu 100 Euro investieren zu wollen, die größte Gruppe (31 Prozent) würde etwa 500 Euro investieren, 15 Prozent würden bis zu 5.000 Euro investieren. Lediglich vier beziehungsweise drei Prozent wären bereit, bis zu 10.000 Euro oder mehr als 10.000 Euro anzulegen.

Zwei Gruppen von Anlegern

“Diesen Trend beobachten wir auch in der Praxis. Es gibt zwei Gruppen von Anlegern: Diejenigen, die in der Regel das Modell sehr gut kennen und im Durchschnitt um die 4.000 Euro investieren und diejenigen, die es noch nicht kennen und zunächst einmal eine kleine Summe investieren und so das noch junge Modell Crowdfunding ausprobieren. Schon bei Folgeprojekten investieren diese größere Summen”, sagt Michael Stephan, Gründer und Geschäftsführer von iFunded.

Die Vorbehalte gegenüber Crowdfunding als alternativer Geldanlage seien in erster Linie auf die Unkenntnis zurückzuführen – potenzielle Investoren zweifelten zunächst an der Seriosität der Anbieter und empfänden Crowdfunding als undurchsichtig. Dabei spiele auch die fehlende persönliche Beratung eine große Rolle.

“Das Potenzial für Crowdfunding in Deutschland ist vorhanden. Als erster Schritt muss das Misstrauen beseitigt werden”, so Petersen.

Besitzer von Aktien, Anleihen und Gold sind Crowdfunding gegenüber aufgeschlossener

Nach den Ergebnissen der Studie besteht eine Korrelation zwischen der Bereitschaft, in einer Crowd in Immobilien zu investieren, und dem Besitz von Aktien, Anleihen oder Gold [5]: Diese Gruppe sei grundsätzlich dem Crowdfunding gegenüber aufgeschlossener.

“Beim Crowdfunding stehen die Bedürfnisse der heutigen Anleger, insbesondere die Möglichkeit eines einfachen, selbstbestimmten und vor allem transparenten sowie digitalen Investmentprozesses, im Mittelpunkt. Aufgrund der bisherigen digitalen Vermarktungsstrategien ist das Crowdfunding bei der Gruppe der über 60-Jährigen noch weniger bekannt (70 Prozent), wohingegen mehr als jeder Zweite der anderen Altersgruppen davon gehört hat. Crowdfunding-Plattformen bieten Investoren moderne Wege der Anlage und lassen sie schon mit kleineren Investitionssummen am Erfolg attraktiver Immobilienprojekte teilhaben”, sagt Stephan. (bk)

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