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Das große Immobilienstandort-Ranking 2017

Die Preise für Wohnimmobilien in Deutschland haben ihren Aufwärtstrend auch in 2017 fortgesetzt, wie der aktuelle Cash.-Städte-Report zeigt. Welche Standorte stechen dabei besonders hervor?

Stuttgart belegt den ersten ersten Platz des Gesamtrankings und ist damit der dynamischste Immobilienstandort Deutschlands.

Die Siegerstadt des Gesamtrankings 2017 [1], in das auch Wirtschafts- und Bevölkerungsdaten einfließen, und damit dynamischster Immobilienstandort Deutschlands ist Stuttgart.

Stuttgart mit Vorsprung

Die baden-württembergische Landeshauptstadt [2] zeichnet sich durch gute Wirtschaftsdaten und einen florierenden Immobilienmarkt aus.

Allerdings haben die Wohnungspreise dort bereits ein hohes Niveau erreicht und liegen bei durchschnittlich 3.580 Euro pro Quadratmeter, in guten Wohnlagen bei 4.020 Euro.

An zweiter Stelle des Gesamtrankings [1] folgt München. Dort liegen die Kaufpreise bei durchschnittlich 6.350 Euro pro Quadratmeter – der höchste Wert in Deutschland. Den dritten Platz des Rankings nimmt der Vorjahressieger Frankfurt ein. Beide Standorte können eine starke Wirtschaftskraft und steigende Immobilienpreise vorweisen.

Hohe Renditen oft mit hohem Risiko

Beim Blick auf die Mietrenditen der 40 Standorte zeigt sich, dass die höchsten momentanen Werte an eher wachstumsschwachen Standorten [3] zu erzielen sind. So weist Chemnitz mit 8,2 Prozent die höchste Mietrendite in guten Lagen auf. An zweiter Stelle folgen Magdeburg mit 5,9 Prozent und Halle mit 5,4 Prozent.

So wird eine alte Maklerregel bestätigt, wonach die höchsten Renditen auch mit dem höchsten Risiko verbunden sind. Sie sind in der Regel an Standorten mit niedrigem Kaufpreisniveau zu erzielen.

Dies verspricht hohe Erträge, sofern problemlos vermietet werden kann, aber oft sind diese Märkte auch sehr unsicher.

Geringe Renditen durch hohe Preise

In den Metropolen mit ihren dynamischen Immobilienmärkten [4] sind die Mietrenditen aufgrund der gestiegenen Immobilienpreise dagegen niedriger.

Grund dafür sind die Kaufpreissteigerungen an vielen Standorten, die nicht in gleichem Maße durch einen Anstieg der Mieten kompensiert werden.

In München sind in guten Lagen im Schnitt 3,0 Prozent Mietrendite zu erzielen, in Hamburg 3,1 Prozent. Berlin und Köln kommen auf 4,0 und 3,5 Prozent, Düsseldorf und Stuttgart liegen bei 3,5 und 3,7 Prozent.

Auch kleinere Städte weisen niedrige Renditen auf. In Regensburg erzielten Investoren im Analysezeitraum in bevorzugten Lagen lediglich 3,2 Prozent.

Seite zwei: Mietpreise auf hohem Niveau [5]

Auch die Mieten [6] haben hohe Niveaus erreicht. Der durchschnittliche Mietpreis für Wohnungen aller Lagen liegt im Schnitt aller Standorte bei acht Euro pro Quadratmeter.

Noch vor zwölf Monaten rangierte er bei 7,50 Euro und legte damit in diesem Zeitraum um sieben Prozent zu. Mit Abstand die höchsten Mieten sind in München mit durchschnittlich 16,50 Euro pro Quadratmeter zu entrichten.

Danach folgen Frankfurt mit 12,70 Euro und Stuttgart mit 11,10 Euro. Hamburg weist mit einem Schnitt von elf Euro pro Quadratmeter gemeinsam mit Freiburg die vierthöchsten Mieten auf. In der Bundeshauptstadt Berlin [7] liegt der Schnitt bei zehn Euro.

In Zusammenarbeit mit Immowelt

Die Mieten, Kaufpreise und Renditen des Cash.-Rankings [1] wurden von Immowelt.de ermittelt. Datenbasis für die Berechnung der Marktdaten in den 40 untersuchten Standorten waren rund 540.000 inserierte Angebote, die zwischen Juli 2016 und Juni 2017 in den untersuchten Städten auf Immowelt.de aktiv waren.

Die Marktdaten sind jeweils für die guten Lagen und das gesamte Stadtgebiet ermittelt. Zusätzlich wurde neben dem mittleren Angebotspreis eine Kauf- und Mietpreisspanne angegeben.

Dadurch wird ersichtlich, auf welchen Preis zwei Drittel aller Angebote entfallen. Die Angabe des Maximalpreises, der durchschnittlich angebotenen Wohnfläche und des Vorjahresniveaus runden die Einordnung der aktuellen Preislage des jeweiligen Standortes ab. Bei den Häusern findet sich außerdem die Differenz der Quadratmeterpreise für Eigentumswohnungen und Häuser. (bk)

Foto: Shutterstock

 

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