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Die fünf größten Fehler bei der Baufinanzierung

Wer vorhat, eine Baufinanzierung abzuschließen, sollte sich nicht durch die niedrigen Zinsen zu einem übereilten Abschluss verleiten lassen. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 warnt vor den häufigsten Fehlern.

Bauherren sollten vor dem Abschluss einer Baufinanzierung einen Überblick über ihre eigene finanzielle Situation und die verschiedenen Angebote haben.

Wer die Finanzierung [1] seiner Immobilie nicht richtig plant und die eigene finanzielle Situation falsch einschätzt, kann in Schwierigkeiten geraten. Baufi24 hat die fünf größten Fehler zusammengefasst.

Finanzielle Belastung unterschätzen

Die Kosten des Hausbaus sind nicht allein durch die Bezahlung des Bauunternehmers gedeckt, warnt Baufi24. Bauherren müssten mit vielen Baunebenkosten rechnen: Makler- und Notargebühren, Grunderwerbsteuer sowie Kosten für Bodengutachten, Grundstücksvermessung, Hausanschlusskosten, Baugenehmigung, Versicherungen und die spätere Gestaltung des Außenbereichs.

Außerdem würden laufende Mieten oder Unterhaltskosten für Eigentumswohnungen in der Bauphase das Portemonnaie belasten. Hinzu kommen bei vielen Familien Ausgaben, die nicht mit dem Hausbau zusammenhängen, wie eventuelle Autoreparaturen und Urlaube.

Deshalb müssten Bauherren schon in der Planung die eigenen Finanzen im Blick haben und sich fragen, ob die monatlichen Raten eines Kredits zu stemmen sind. Ein guter Anhaltspunkt hierfür sei die monatliche Kaltmiete. Kann diese problemlos finanziert werden, sodass noch finanzielle Reserven bleiben, stelle eine vergleichbare Darlehensrate keine Schwierigkeiten dar.

Baufinanzierung nicht an eigene Bedürfnisse anpassen

Da viele Faktoren das Bauvorhaben beeinflussen, wie beispielsweise die Lage, das Eigenkapital, Einkünfte oder die Familienplanung, müssten Finanzierungen immer individuell auf den Bauherren zugeschnitten werden. Wichtig sei auch die bankenunabhängige Angebotserstellung [2].

Seite zwei: Zu wenig Eigenkapital [3]

Zu wenig Eigenkapital

Durch die niedrigen Zinsen erscheinen die Raten für Darlehen kaum teurer oder sogar günstiger als die monatliche Miete. Deshalb würden viele Interessenten eine Baufinanzierung abschließen, ohne vorher genügend Eigenkapital angespart zu haben. Je mehr Kapital zu Beginn vorhanden ist, desto geringer sei die Darlehenssumme, umso günstiger werde dadurch die Finanzierung.

Geringer Tilgungssatz

Zusammen mit dem Eigenkapital ist auch die Wahl des Tilgungssatzes [4] entscheidend. “Gerade in der Zeit des Niedrigzinses sollten zukünftige Eigenheimbesitzer einen hohen Tilgungssatz wählen”, rät Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24.

Mit einem niedrigen Tilgungssatz von einem Prozent sei die monatliche Darlehensrate sehr niedrig. Aber die Zeit bis zur Volltilgung des Darlehens könne so schnell 50 Jahre und länger betragen. Durch diese lange Laufzeit müssen Kreditnehmer wesentlich mehr Zinsen bezahlen. Starten Bauherren direkt mit einem Tilgungssatz von drei bis fünf Prozent, verringere sich die Laufzeit und die Zinsbelastung sei insgesamt wesentlich niedriger.

Selbstüberschätzung bei Eigenleistung 

Einige Bauherren versuchen Geld durch Eigenleistungen zu sparen. Doch mangelnde Fachkenntnis, gesundheitliche Einschränkungen oder zu hoher Zeitaufwand könnten dazu führen, dass die Immobilie teuer nachfinanziert werden muss.  (kl)

Foto: Shutterstock


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