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Diese Faktoren beeinflussen den Wert einer Immobilie

Um den Wert einer Immobilie zu ermitteln, müssen viele Gesichtspunkte berücksichtigt werden. Neben der Lage spielen weitere Kriterien eine wichtige Rolle. Gastkommentar von Steffen Wicker, Homeday

Immobilieneigentümer und Interessenten für den Kauf eines Eigenheims stehen vor der Frage, wie der angemessene Preis für ein Objekt ermittelt werden kann.

Was beeinflusst den Wert meiner Immobilie? Diese Frage stellen sich nicht nur viele Immobilieneigentümer, sondern auch Kaufinteressenten, die den Marktwert des angebotenen Einfamilienhauses oder der Eigentumswohnung [1] einschätzen wollen.

Eine herausfordernde Aufgabe – gut, wenn Immobilieneigentümer oder auch Kaufinteressenten die Parameter kennen, die sich auf den Immobilienwert auswirken.

Dabei spielen wichtige Faktoren eine wesentliche Rolle auf den Wert der Immobilie:

– die Lage,
– Angebot und Nachfrage
– Ausstattung des Objektes
– Alter und Zustand des Objektes

Faktor 1: Die Lage ist entscheidend

Der wichtigste Einflussfaktor auf den Wert einer Immobilie, ist die Lage – hier unterscheiden Experten zwischen der Makro- und Mikrolage.

Die Makrolage bezieht sich auf eine komplette Stadt oder Region [2]. Hierbei ist der aktuelle wirtschaftliche Entwicklungsstand der Stadt entscheidend oder auch die Zukunftsperspektiven. So wirken sich beispielsweise ein Bevölkerungszuwachs oder neue Arbeitsplätze positiv auf die Makrolage aus.

Aber auch innerhalb dieser Makrolage gibt es noch einmal starke Unterschiede. Daher sollte auch immer die Mikrolage [3] betrachtet werden: Das lokale Wohnumfeld und die Infrastruktur vor Ort.

Quelle: Homeday

Vor allem die soziale Infrastruktur entscheidet über die Attraktivität eines Standorts. Kindergärten, Schulen, Ärzte und kulturelle Einrichtungen wirken sich positiv auf das Quartier aus. Auch die Nähe zu öffentlichen Verkehrsmitteln – wie Bussen und Bahnen – sind für viele Interessenten ein Kriterium, welches sie bei der Kaufentscheidung einer Immobilie berücksichtigen.

Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Faktoren, die den Immobilienwert negativ beeinflussen können – beispielsweise eine hohe Kriminalitätsrate.

Faktor 2: Angebot und Nachfrage bestimmen den Preis

Aktuelle Marktbedingungen beeinflussen den Wert der Wohnung oder des Hauses. Die Immobilienpreise sind maßgeblich von Angebot und Nachfrage geprägt und können regional schwanken.

Quelle: Homeday

Preisanalysen von Homeday zeigen: In Metropolen [4] wie München müssen Immobilienkäufer durchschnittlich 6.800 Euro für den Quadratmeter eines Einfamilienhauses bezahlen. In ländlichen Regionen liegen die Preise allerdings deutlich darunter.

So kostet das Eigenheim in Chemnitz 1.400 Euro pro Quadratmeter. In München sind weniger Häuser verfügbar und viele Interessenten vorhanden. Das lässt die Preise steigen.

Seite zwei: Ausstattung und Zustand spielen große Rolle [5]

Faktor 3: Die Ausstattung des Objekts berücksichtigen

Um eine Immobilie zu bewerten, wird auch die Ausstattung der Wohnung oder des Einfamilienhauses kategorisiert. Handelt es sich um eine einfache, gehobene oder sogar luxuriöse Ausstattung.

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Quelle: Homeday

Besonders wichtig sind die Heizungsanlagen [6]. Wenn Immobilieneigentümer diese erneuern, steigern sie nicht nur den Wert Ihres Hauses, sondern schonen auch die Umwelt und auf lange Sicht den Geldbeutel. Alte Ofenheizungen oder Radiatoren können mit Zentral- oder Pumpenheizungen ersetzt werden.

Auch ein beliebtes Objekt für Modernisierungen sind die sanitären Anlagen. Ein einzelnes Bad mit Dusche, indem sich die Installationen auf Putz befinden, wird als einfache Ausstattung angesehen. Sind die Installationen unter Putz und gibt es auch eine Badewanne, so spricht man von einer normalen oder mittleren Ausstattung.

Gibt es zum Beispiel mehrere separate Bäder, hochwertige Fliesen oder Naturstein, liegt eine gehobene Ausstattung vor. Mit der Immobilienbewertung von Homeday sehen Eigentümer genau, welchen Einfluss die Ausstattung des Objektes auf den Preis der Immobilie hat.

Faktor 4: Alter und Zustand der Immobilie beachten

Eine Immobilie kann noch so modern ausgestattet sein, auch der Zustand der Immobilie spielt eine große Rolle bei der Immobilienbewertung.

Der Wert sinkt rapide bei feuchten Wänden oder sogar Schimmel. Doch es muss nicht gleich ein Pilzbefall sein, auch veraltete Leitungen oder fehlende Wärmedämmung [7] lassen das Objekt in einem schlechten Licht erstrahlen.

Hier ist es besonders sinnvoll, Modernisierungsarbeiten und Ausbesserungen durchzuführen, denn so steigt mit dem Wert gleichzeitig die Lebensqualität von Immobilieneigentümern an – beispielsweise bei Austausch von zugigen Fenstern und schlecht schließenden Türen.

Kleine Risse und Pflanzenablagerungen in der Fassade können Indikatoren dafür sein, dass die Qualität der Farbe nachgelassen hat. Die Gefahr steigt dann, dass Feuchtigkeit ins Mauerwerk eindringt. Ausbesserungen und ein Anstrich können hier weiterhelfen.

Autor Steffen Wicker ist Gründer und Geschäftsführer des Portals Homeday

Foto: Shutterstock