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Gefahr einer Immobilienblase steigt

Das Research Institut Empirica hat den Blasenindex für das zweite Quartal 2017 veröffentlicht, demnach ist die Gefahr einer Immobilienblase in 13 Kreisen höher als im Vorquartal. Das Institut hat untersucht, wo Investoren besonders negativ von sinkenden Preisen betroffen wären.

Die Gefahr einer Immobilienblase ist im zweiten Quartal 2017 in mehreren Landkreisen gestiegen.

Der Empirica-Blasenindex steigt wieder an, gegenüber dem ersten Quartal 2017 legt er um 0,03 Punkte zu. Vor allem die Einzelindices “Vervielfältiger” und “Preis-Einkommen” treiben mit einem Plus von jeweils 0,06 Punkten den Gesamtindex weiter nach oben. Das meldet das Empirica-Institut in einer Pressemitteilung.

Das Angebot an Wohnraum steige, es drohe aber kein Überangebot. Die Tendenz gehe Richtung “ausreichend”. Die Nachfrage in den Schwarmstädten wachse wieder langsamer durch weniger Auslands- und Binnenzuzug, aber sie schrumpft nicht, es drohen keine Leerstände.

Langer Zyklus bedeutet schmerzhaftes Ende

In dieser Situation werden die Mieten laut Empirica kaum noch weitersteigen wie in den letzten Jahren. Fundamental betrachtet gelte dies auch für die Kaufpreise [1] – inklusive der Gefahr hoher Rückschläge, falls die Rahmenbedingungen (Zinsen, Wirtschaftswachstum) schlechter werden sollten.

Je länger der Zyklus dauert, desto wahrscheinlicher und schmerzhafter werde er enden. Besonders betroffen seien Investoren außerhalb der Schwarmstädte. Denn dort gebe es mittlerweile ebenfalls ein zinsbedingtes Rückschlagpotenzial, und im Krisenfall würden Leerstände drohen. So gebe es in Schrumpfungsregionen keine “unfreiwillige” Umlandwanderung und mithin kein Potenzial zur Stabilisierung der Nachfrage.

Seite zwei: Eher hohe Blasengefahr in acht von zwölf Großstädten [2]

Der Blasen-Gesamtindex steigt nach Angaben von Emprica in Wachstumsregionen (plus 0,03) und in Schrumpfungsregionen (plus 0,02) nach einer kleinen Entwarnung wieder an. Das Rückschlagpotenzial beschreibt die relative Preiskluft zwischen Kaufpreisen für Etagenwohnungen und Mieten. Bundesweit liegt es bei zwölf Prozent, in den Top Sieben-Städten aber bei 28 Prozent.

“Eher hohe Blasengefahr” in acht von zwölf Großstädten

Auch in demographischen Schrumpfungsregionen könnten die Preise [3] um fünf Prozent einbrechen. Das hänge vom Tempo der Fertigstellungen, von der Zuwanderung und einer möglichen Zinswende ab. Externe Schocks machen den Rückgang wahrscheinlicher.

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Gegenüber dem Vorquartal steige die Blasengefahr in den betrachteten Großstädten [4] nur in Dresden leicht an. Weiterhin werde für acht der zwölf Städte damit einmal mehr eine “eher hohe” Blasengefahr indiziert (vor drei Jahren fünf). In Essen und nun auch in Dresden sei die Gefahr “mäßig hoch”, in Leipzig “gering” und in Dortmund sogar “sehr gering”.

In 162 Kreisen sind die Kaufpreise laut Empirica den Einkommen enteilt (Vorquartal 142, vor drei Jahren 44). In acht Kreisen würden zu viele Wohnungen gebaut (Vorquartal acht, vor drei Jahren elf). Im Ergebnis indiziert der Empirica Blasenindex für 168 Kreise eine mäßige bis hohe Blasengefahr (Vorquartal 155, vor drei Jahren 59). (kl)

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