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Haushalte geben ein Drittel ihres Budgets fürs Wohnen aus

Mehr als ein Drittel des Budgets privater Haushalte floss im vergangenen Jahr ins Wohnen. Das teilt das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mit. Damit machte dieser Posten 2016 den größten Teil der Konsumausgaben aus. Insgesamt stand den Haushalten durchschnittlich mehr Geld für den Konsum zur Verfügung.

Private Haushalte in Deutschland gaben 2016 ein Drittel ihres Budgets fürs Wohnen aus.

Private Haushalte in Deutschland verwenden weiter den größten Teil ihrer Konsumausgaben fürs Wohnen [1]. Dafür gaben sie im Jahr 2016 im Schnitt 877 Euro aus – rund 35 Prozent ihres Budgets. Das war indes etwas weniger als im Vorjahr (36 Prozent), wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.

Zwar hat der Immobilienboom Mieten und Kaufpreise [2] nach oben getrieben, die Bundesbürger haben aber dank guter Konjunktur auch mehr Geld in der Tasche.  Über längere Zeit sind die Verschiebungen erstaunlich gering. So ist der Anteil der Wohnkosten an den Konsumausgaben seit 2005 nur leicht gestiegen, damals betrug er 33 Prozent.

Ein Drittel der Konsumausgaben für Wohnen gilt als kritische Grenze

Die Deutschen geben also prozentual gesehen für Wohnen kaum mehr aus als für mehr als vor über zehn Jahren – trotz Immobilienhausse. Auch sparen sie deshalb nicht weniger. Die Sparquote, also der Anteil des zurückgelegten Geldes von Haushalten gemessen am verfügbaren Einkommen, liegt sei Jahren stabil bei knapp zehn Prozent.

Jedoch betrachten Fachleute einen durchschnittlichen Wert von einem Drittel der Konsumausgaben für Wohnen schon als kritische Grenze. So bleibt wenig Geld für andere Ausgaben oder Vorsorge übrig. Und in Großstädten sowie für Singles ist die Belastung oft höher.

Ernährung ist zweitgrößter Posten der Konsumausgaben

So standen den Haushalten 2016 im Mittel 2.480 Euro zum Konsum zur Verfügung, im Vorjahr waren es noch 2.391 Euro.

Der zweitgrößte Posten der Konsumausgaben entfiel nun mit 342 Euro auf Ernährung (14 Prozent), etwas mehr als für Verkehr (335 Euro). Ein beträchtlicher Teil floss zudem in Freizeit, Unterhaltung und Kultur (258 Euro).

Deutlich weniger gaben die Haushalte für Bekleidung aus (108 Euro).  (dpa-AFX)

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