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Immobilien-Rekordquote erwartet

Um ihre Garantiezinsversprechen einzuhalten, wollen deutsche Versicherungen in diesem Jahr weiterhin deutlich in Immobilien investieren. Die geplanten Käufe könnten damit bis Ende 2017 eine Rekordquote von 10,7 Prozent an der Kapitalanlage der Assekuranz erreichen. Dies zeigt das jährliche “Trendbarometer Assekuranz” von EY Real Estate.

Voll vermietete Core-Immobilien in guten Lagen sind in der Gunst der Assekuranz gestiegen.

Fast alle Befragten (96 Prozent) setzen demnach auf Immobilien innerhalb Deutschlands – eine Steigerung um acht Prozentpunkte gegenüber dem Vorjahr. Nordamerika (38 Prozent) und Asien (27 Prozent) haben in ähnlichem Umfang an Attraktivität gewonnen, bleiben aber in ihrer Bedeutung hinter Deutschland sowie den europäischen Kernregionen zurück.

Voll vermietete Core-Immobilien in guten Lagen sind in der Gunst der Assekuranz gestiegen: 88 Prozent wollen dort investieren. Im Vorjahr waren es nur 63 Prozent. Ebenso beliebt ist das Core-Plus-Segment (88 Prozent). B- und C-Lagen werden laut Trendbarometer weniger nachgefragt, außerdem stehen Projektentwicklungen [1] nicht mehr ganz so oft auf dem Einkaufszettel.

Büro und Einzelhandel gleichauf

Bei den Nutzungsarten hat die Einzelhandelsimmobilie, die im vergangenen Jahr ihren Spitzenplatz eingebüßt hatte, das Bürosegment wieder eingeholt. Beide werden nach Angaben von EY Real Estate von jeweils 72 Prozent der Befragten favorisiert. Die Wohnimmobilie ist trotz Sorge vor einer noch schärferen Mietpreisbremse [2] mit 68 Prozent kaum weniger attraktiv. Auf Rang vier folgen Logistikimmobilien mit 48 Prozent. Im Vorjahr waren es noch acht Prozentpunkte weniger.

An der Befragung haben 35 führende Versicherungsunternehmen aus Deutschland teilgenommen. (kb)

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