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IVD fordert Umdenken in der Wohnungspolitik

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Baugenehmigungen in den ersten acht Monaten des laufenden Jahres zurückgegangen. Der Immobilienverband Deutschland sieht dies als Zeichen einer gescheiterten Wohnungspolitik und fordert einen nationalen Aktionsplan für mehr Wohnungsbau.

Der Wohnungsneubau in Deutschland reicht nicht aus, um den hohen Bedarf zu decken.

Laut aktuellen Zahlen von Destatis wurden von Januar bis August 2017 in Deutschland 6,3 Prozent oder 15.400 weniger Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt als in den ersten acht Monaten des Vorjahres.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilte, wurde von Januar bis August 2017 der Bau von insgesamt 229.900 Wohnungen genehmigt. Im Dreimonatsvergleich nahm die Zahl der genehmigten Wohnungen von Juni bis August 2017 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 4,2 Prozent ab.

Verfehlte Politik der Großen Koalition

„Die zurückgehenden Baugenehmigungszahlen zeigen sehr deutlich, dass die Wohnungspolitik der letzten Großen Koalition versagt hat. Diese Politik fußte zu oft auf Regulierungsmaßnahmen [1] und Bürokratie. Keine einzige regulatorische Maßnahme hat auch nur eine einzige neue Wohnung geschaffen. Im Gegenteil: Nun zeigt sich das ganze Ausmaß der Wohnungspolitik in der vergangenen Legislaturperiode“, sagt Jürgen Michael Schick, Präsident des Immobilienverbands Deutschland (IVD).

1,5 Millionen Wohnungen fehlen

Allein in Berlin fehlten aufgrund des Nachholbedarfs bis zum Jahr 2030 mindestens 194.000 Wohnungen. Entsprechendes gelte für weitere Ballungsgebiete und Metropolen. Insgesamt seien es 1,5 Millionen Wohnungen, die dem Wohnungsmarkt dringend zugeführt werden müssten.

„Der Bund ist nun in der Pflicht. Er muss die Wohnungspolitik an sich ziehen, so wie es die Union bereits vor der Wahl gefordert hat. Die konstruktiven Ansätze aus dem Bündnis für bezahlbares Bauen und Wohnen sollten schnell umgesetzt werden und unnötige regulatorische Maßnahmen zurückgefahren werden“, so Schick.

An einer grundlegenden Erneuerung der Wohnungspolitik und einem nationalen Aktionsplan [2] für mehr Neubau und mehr Wohneigentum führe kein Weg vorbei. (bk)

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