- Finanznachrichten auf Cash.Online - https://www.cash-online.de -

Energetische Sanierung: So können Immobilieneigentümer Tausende Euro sparen

Ein großer Teil des Immobilienbestands in Deutschland weist energetischen Modernisierungsbedarf auf. Mit Förderdarlehen der KfW können Immobilienbesitzer bei Sanierungen nach Aussage von Finanztip Tausend Euro sparen.

Die Förderbank KfW bietet unter anderem günstige Darlehen für die energetische Sanierung oder den altersgerechten Umbau von Immobilien.

Die Deutschen haben nach Angaben der Bundesbank in den ersten neun Monaten des Jahres 2017 mehr als 175 Milliarden Euro für Baufinanzierungen aufgenommen.

Weniger als zehn Prozent davon sind Kredite bei der staatlichen Förderbank KfW, so Finanztip – und das, obwohl die Darlehen der KfW in einigen Bereichen deutlich günstiger seien als Baukredite von Banken und Sparkassen. Doch nicht jedes KfW-Programm sei automatisch ein Zinsschnäppchen.

Sehr niedrige Zinsen für energetische Sanierung

Soll ein bestehendes Gebäude energieeffizient [1] saniert werden, kann sich laut Finanztip ein Kredit der KfW lohnen. Eine Beispielrechnung verdeutliche das Einsparpotenzial: Für einen Baukredit mit festen Zinsen über zehn Jahre würden Banken derzeit etwa 1,5 Prozent pro Jahr verlangen. Deutlich günstiger gehe das bei der KfW.

“Für die Wärmedämmung, neue Fenster oder die neue Heizung verlangt die staatliche Förderbank 0,75 Prozent Zinsen pro Jahr und zahlt darüber hinaus je nach erreichtem energetischem Standard noch einen Zuschuss zur Tilgung”, erklärt Dirk Eilinghoff, Experte für Baufinanzierungen bei Finanztip.

Im genannten Beispiel erhalte der Kunde einen Zuschuss von 3.750 Euro und spare auch noch mehr als 3.300 Euro an Zinsen gegenüber einem normalen Bankdarlehen. Die Gesamtersparnis liege somit bei mehr als 7.000 Euro.

KfW-Förderung grundsätzlich prüfen

Auch wer seine Immobilie altersgerecht [2] umbauen möchte oder den Einbruchschutz verbessert, könne deutlich Zinsen sparen oder die KfW an den Kosten der Maßnahmen beteiligen. Eilinghoff rät deshalb: “Wer eine Baufinanzierung benötigt, sollte immer prüfen, ob die KfW, das Land oder die Gemeinde das Vorhaben fördert. Wenn der Finanzierungsberater die Förderung nicht von sich aus anspricht, sollte man danach fragen.”

Aber es gebe auch Fälle, in denen die KfW keine Vorteile biete: “Für den Kauf einer Eigentumswohnung ohne besonderen Energiestandard bringt das KfW-Programm mit zehnjähriger Zinsbindung nicht viel Ersparnis. Mit einem Zinssatz von 1,5 Prozent bei einer Zinsbindung [3] von zehn Jahren entspricht das Programm weitestgehend einem normalen Baukredit von Banken und Sparkassen.”

Das richtige Förderprogramm mit Vermittlern finden

Da die KfW allein beim Thema Bauen für Privatpersonen ein gutes Dutzend Programme biete, sei es für Verbraucher nicht leicht, das passende zu finden. Daher sei es ratsam, sich bei höheren Summen die Unterstützung eines Profis zu holen. “Um bei Vorhaben ab 50.000 Euro das passende Konzept auf die Beine zu stellen, sollten sich Verbraucher an Finanzierungsvermittler wenden”, so Eilingshoff. Wichtig sei, erst mit dem Vorhaben zu beginnen, wenn die Zusage der KfW auf dem Tisch liege. (bk)

Foto: Shutterstock