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Ferienimmobilien: Das sind die Motive der Käufer

Wer eine Ferienimmobilie erwerben möchte, steht vor vielen Fragen: Inland oder Ausland? Eigennutzung oder Vermietung an Gäste? Das Portal Fewo-direkt hat die Motive und Kriterien der Käufer untersucht.

Ferienimmobilien an Ost- oder Nordseeküste stehen ganz oben auf der Beliebtheitsskala.

Immer mehr Bundesbürger überlegen, ihr Erspartes in eine Ferienimmobilie [1] zu investieren. Per Gästevermietung lasse sich der Immobilienkauf zudem refinanzieren und biete ein stetiges Zubrot, so das Ferienhausportal Fewo-direkt.

In einer umfangreichen Marktstudie hat das Portal untersucht, welche Beweggründe die verschiedenen Käufergruppen haben, und welche Kriterien ihnen bei der Auswahl einer Ferienimmobilie wichtig sind.

Investitionssummen bis 100.000 Euro – vermehrt Inlandskäufe

Käufer, die mit einem Budget von bis zu 100.000 Euro auf der Suche nach einem Ferienhaus oder einer Ferienwohnung sind, werden laut der Fewo-direkt Marktstudie „Private Ferienimmobilien 2017″ zu zwei Dritteln im Inland fündig. Die Küstenbundesländer [2] Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Schleswig-Holstein liegen dabei klar im Fokus der Käufer.

Im europäischen Ausland [3] investieren rund 34 Prozent mit einer eingesetzten Summe von bis zu 100.000 Euro, vornehmlich auf Mallorca [4], Lanzarote oder an der Costa Blanca. In Italien seien die beliebtesten Standorte für einen günstigen Ferienhaus-Erwerb Sizilien, die Toskana und Apulien.

Investitionssummen ab 250.000 Euro – größtenteils Objekte im Ausland

Bei Ferienimmobilien mit einem Erwerbspreis ab 250.000 Euro zeigt sich laut Fewo-direkt eine leichte Verschiebung: 43 Prozent der deutschen Eigentümer investieren im Inland, vorrangig in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein.

Knapp über die Hälfte kaufe hochpreisige Objekte am liebsten im europäischen Ausland, auch dort insbesondere auf Mallorca oder an der Costa Blanca. In Italien seien die bevorzugten Investitionsgebiete die Toskana oder Piemont, in Österreich werde vor allem im Salzburger Land, in der Schweiz in Graubünden oder dem Wallis gekauft.

Hochpreisige Ferienimmobilien dienen eher der eigenen Erholung

Vor allem Besitzer hochpreisiger Ferienimmobilien (Erwerbswert ab 250.000 Euro) verbringen laut Fewo-direkt selbst Zeit in ihrem Ferienhaus – 63 Prozent nutzen dieses regelmäßig für den eigenen Urlaub, jeder Vierte sogar bis zu vier Wochen lang.

Günstigere Ferienimmobilien (Kaufpreis bis zu 100.000 Euro) werden dagegen weniger als eigenes Urlaubsdomizil genutzt. Knapp die Hälfte aller Besitzer mit einer Ferienunterkunft in dieser Preislage nutze die Immobilie überhaupt nicht selbst, ein Viertel verbringe maximal drei Wochen pro Jahr im eigenen Urlaubsheim.

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Käufer hochpreisiger Objekte haben strengere Kriterien

Altersvorsorge, Eigennutzung und Vermietung sowie die Gewinnerwirtschaftung [5] – die Kaufmotive zeigen nach Angaben von Fewo-direkt wenig Unterschiede im Zusammenhang mit der Investitionssumme. Erst bei den konkreten Entscheidungskriterien für einen Kauf seien verschiedene Präferenzen zu erkennen.

So werde der Kaufpreis einer Ferienimmobilie bei einer Investitionssumme von bis zu 100.000 Euro als wichtiger eingestuft (66 Prozent) als bei einem Kauf im Hochpreissegment ab 250.000 Euro (59 Prozent). Das Urlaubsland sowie die konkrete Region seien dagegen für Investoren niedrigerer Kaufsummen von geringerer Bedeutung (34 Prozent), genauso wie auch die Ausstattung (20 Prozent) der Ferienimmobilie.

Seite 2: Erwirtschaftung von Gewinn ist für Besitzer günstiger Ferienimmobilien wichtiger [6]

Eine höhere Wertschätzung für eine gute Ausstattung sowie für die Region, in der erworben wird, zeigten dagegen Käufer teurerer Ferienimmobilien. Für sie sei auch das Vermietungspotenzial [7] und das Wiederverkaufspotenzial eines Objekts von größerer Bedeutung.

Am deutlichsten werde dies, wenn es um den Wiederverkauf gehe – hier bestehe eine Differenz von 15 Prozentpunkten zu Immobilienkäufern mit einem Budget von bis 100.000 Euro.

Mit Blick auf die Kaufmotive ist laut Fewo-direkt entsprechend festzustellen, dass Käufer im Niedrigpreissegment zwar stärker als in anderen Preisgruppen für ihre Altersvorsorge und für eine Gewinnerwirtschaftung kauften, diese Beweggründe jedoch nur zum Teil eine Rolle bei der Kaufentscheidung spielten.

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Finanzierung: Günstigere Ferienimmobilien werden durch eigene Finanzkraft erworben

In Bezug auf die Finanzierung [8] eines eigenen Urlaubsheimes sei zu erkennen, dass günstigere Ferienimmobilien mit bis zu 100.000 Euro Erwerbssumme verstärkt durch den ausschließlichen Einsatz von Eigenkapital (35 Prozent) sowie durch Eigen- und Fremdkapital (43 Prozent) finanziert werden.

Drei Viertel der Käufer dieser Ferienimmobilien verfügten über ein monatliches Netto-Haushaltseinkommen von weniger als 5.000 Euro, ein Drittel verfüge gar über weniger als 3.000 Euro.

Im Gegensatz dazu könnten Käufer hochpreisiger Ferienhäuser ab 250.000 Euro zu zwei Dritteln auf bis zu 8.000 Euro Netto-Haushaltseinkommen im Monat zurückgreifen. Bei diesen sei auch der Anteil der Mischfinanzierung (60 Prozent) höher. Objekte beider Preisgruppen würden sehr selten mittels eines hundertprozentigen Darlehens bezahlt.

Studie basiert auf Angaben von rund 3.000 Ferienhausbesitzern

Die Daten zur Marktstudie über private Ferienimmobilien werden jährlich im Rahmen einer Online-Befragung von Fewo-direkt in Kooperation mit Engel & Völkers erhoben, um eine Analyse des privaten Ferienhausmarktes vorzunehmen.

Die Studie wurde von der dwif Consulting GmbH für die beiden Unternehmen stellt. Im März 2017 wurden dafür 2.972 Eigentümer von Ferienimmobilien zu Themen rund um den Kauf von Ferienhäusern und -wohnungen, die Finanzierung der entsprechenden Objekte sowie deren Nutzung als Vermietungsobjekt befragt. (bk)

Foto: Shutterstock