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Durchschnittliches Preiswachstum von acht Prozent

Der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen in Deutschland verzeichnete nach einem Marktbericht des Maklerhauses von Poll Immobilien im vergangenen Jahr deutlich steigende Geldumsätze. Im Durchschnitt zahlten Käufer acht Prozent mehr für ihre Immobilie als im Vorjahr.

Betrachtet man das Transaktionsvolumen pro Standort, so liegt Berlin mit einem Umsatz von rund 7,2 Milliarden Euro an der Spitze.

Die Anzahl der Verkäufe legte im vergangenen Jahr 2016 lediglich leicht zu. Entsprechend seien die im Durchschnitt gezahlten Preise für Wohneigentum gestiegen, so der “Marktbericht für Wohnimmobilien in Deutschland”. Die Analyse betrachtet die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre für insgesamt 43 Städte von Aachen bis Wiesbaden. Als Basis dienten die Transaktionsdaten der jeweiligen Gutachterausschüsse.

Darüber hinaus analysierte von Poll Immobilien die neueste Preisentwicklung [1] in den unterschiedlichen Wohnlagen der betrachteten Standorte. Dabei zeige sich, dass vor allem mittlere und gute Lagen in 2017 starke Preisanstiege verzeichneten, wohingegen in Premiumlagen in vielen Städten die Preisobergrenze erreicht zu sein scheine.

Käufer zahlen mehr als im Vorjahr

Im Vergleich zum Vorjahr wechselten 2016 in den untersuchten Städten laut von Poll Immobilien insgesamt 1,3 Prozent mehr Eigenheime und Eigentumswohnungen [2] den Besitzer. Das dabei umgesetzte Geldvolumen stieg um über neun Prozent.

Im Durchschnitt zahlten Käufer daher rund acht Prozent mehr für ihre Immobilie als 2015. Das meiste Geld pro Kopf für Eigenheime und Eigentumswohnungen wurde laut von Poll Immobilien in 2016 wieder in München [3] umgesetzt (3.787 Euro). Hinter der bayerischen Landeshauptstadt folgten mit deutlichem Abstand Regensburg, Frankfurt/Main, Ulm und Neu-Ulm, Potsdam und Augsburg. Dagegen betrug in Schwerin (Rang 43) der Umsatz pro Kopf lediglich 569 Euro.

Betrachte man das Transaktionsvolumen pro Standort, so liege Berlin [4] an der Spitze (rund 7,2 Milliarden Euro, plus 10,8 Prozent zum Vorjahr), gefolgt von München (rund 5,8 Milliarden Euro, plus 3,3 Prozent) und Hamburg (rund vier Milliarden Euro, stagnierend).

München bei Kaufpreisen weiter an der Spitze

Die im Durchschnitt gezahlte Summe für ein Ein- oder Zweifamilienhaus überschritt 2016 laut von Poll Immobilien in München wie im Vorjahr als einziger Stadt in Deutschland die Millionenmarke.

Rund 1,15 Millionen Euro sei dort im Schnitt für ein Eigenheim bezahlt worden. In Magdeburg (Rang 43) waren es circa 173.000 Euro. Die größten Steigerungen bei den Durchschnittspreisen gab es mit rund 33 Prozent zum Vorjahr in Trier, gefolgt von Augsburg (plus 24 Prozent) und Erfurt (plus 21 Prozent).

Auch bei Eigentumswohnungen werde das Ranking von München angeführt. Rund 422.000 Euro zahlten Käufer dort im Jahr 2016 für eine Wohnung. Die Spanne unter den betrachteten Städten sei weit: In Saarbrücken (Rang 42) liege der Durchschnitt bei rund 131.000 Euro. Die größten Steigerungen im Vergleich zu 2015 seien in Magdeburg verzeichnet worden (plus 53 Prozent), gefolgt von Osnabrück (plus 35 Prozent) und Erfurt (plus 27 Prozent).

Verkäufe pro 1.000 Einwohner: Oldenburg wieder ganz vorn

Die Anzahl der Beurkundungen pro 1.000 Einwohner war 2016 laut von Poll Immobilien mit 11,4 in Oldenburg am höchsten, gefolgt von Bremen, Regensburg, Augsburg und Trier. In Schwerin dagegen wurden nur 3,13 Wohnimmobilien pro 1.000 Einwohner verkauft (Rang 43). Von den Top-7-Städten war die Marktaktivität in München mit 7,84 Verkäufen pro 1.000 Einwohner am stärksten (Rang 12). (bk)

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