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Wohnimmobilien: Preisanstieg im Süden wird schwächer

In den Metropolen Süddeutschlands wachsen die Preise für Wohnimmobilien nach wie vor rasant. Dem aktuellen Trendindikator der Dr. Klein Privatkunden AG zufolge flachen sich die Preiskurven im dritten Quartal 2017 jedoch leicht ab.

München: Anders als in anderen südlichen Metropolregionen wird das Preiswachstum für Wohnungen hier kaum schwächer.

Laut dem Dr. Klein [1] Trendindikator Immobilienpreise (DTI) für das dritte Quartal 2017 schwächt sich die Preisdynamik in den süddeutschen Metropolen, mit Ausnahme von München, derzeit etwas ab.

So bleibe die Steigerung zum Vorquartal in Stuttgart unter der Zwei-Prozent-Marke (Wohnungen: plus 1,58 Prozent, Häuser: plus 1,8 Prozent).

“Ich glaube, dass dieser etwas moderatere Anstieg bis auf Weiteres bleiben wird“, prognostiziert Roland Lenz, Niederlassungsleiter beim Finanzdienstleister Dr. Klein in Stuttgart. „Wobei ‘moderat’ ziemlich untertrieben ist, wenn man ein Jahr zurückschaut – da ist die Verteuerung von knapp 14 Prozent schon enorm.“

Umland wird attraktiver

Immer häufiger seien Käufer und Bauherren [2] auch nicht mehr bereit besonders hohe Preise zu zahlen, selbst wenn eine Finanzierung möglich wäre. In diesem Fall werde vermehrt im günstigeren Umland gebaut und gekauft.

Der mittlere Preis für Häuser in Stuttgart (2.840 Euro pro Quadratmeter) ist dem für Wohnungen (2.859 Euro pro Quadratmeter) laut Dr. Klein sehr ähnlich.

Bei den Höchstpreisen für Häuser [3] werde mit 9.434 Euro pro Quadratmeter ein Rekordwert erreicht, während die teuerste Wohnung mit 7.517 Euro pro Quadratmeter etwa 900 Euro günstiger sei als in den vorherigen drei Quartalen.

Seite zwei: Frankfurt am Main [4]

Auch in Frankfurt am Main setze sich das Preiswachstum fort, jedoch nicht mehr im Rekordtempo des Vorquartals: Häuser [5] seien 1,59 Prozent teurer als zuvor, Wohnungen 1,11 Prozent. Im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum sei eine Steigerung von 18,09 Prozent bei Wohnungen und 13,18 Prozent bei Häusern festzustellen.

Auch der Medianwert – der gemittelte, tatsächlich gezahlte Preis – sei in der Finanzmetropole [6] weiter angestiegen, für Wohnungen jedoch stärker als für Häuser.

Während der Trendindikator für Wohnungen einen Medianwert von 3.281 Euro pro Quadratmeter, und damit 114 Euro mehr als im zweiten Quartal verzeichne, sei es bei Häusern nur ein Plus von 18 Euro auf 2.516 Euro pro Quadratmeter.

Die Preisspanne ist Dr. Klein zufolge für beide Immobilienarten vergleichbar mit den Vormonaten: Wohnungen erzielen zwischen 1.047 und 11.292 Euro pro Quadratmeter, Häuser dagegen zwischen 510 und 10.042 Euro pro Quadratmeter.

Münchner Wohnungspreise auf hohem Niveau

Obwohl sich die Preise für Häuser in München [7] nach wie vor auf sehr hohem Niveau bewegen, sei die Preiskurve mit einem Anstieg um 2,65 Prozent etwas abgeflacht. Für Häuser müsse im Vergleich zum Vorjahresquartal 19,8 Prozent mehr gezahlt werden, während bei Wohnungen ein Plus von 12,53 Prozent zu verzeichnen sei.

Im unteren Preissegment seien in der bayerischen Landeshauptstadt kaum noch Wohnungen zu finden, da im dritten Quartal keine Wohnung mehr unter 2.993 Euro pro Quadratmeter erhältlich gewesen sei.

Die teuerste Wohung hat Dr. Klein zufolge für 8.943 Euro pro Quadratmeter den Besitzer gewechselt, während der Medianpreis leicht abgenommen hat und bei 5.826 Euro pro Quadratmeter liegt.

Die günstigsten Quadratmeterpreise für Münchner Häuser seien bei 511 Euro geblieben, während der Höchstpreis auf 11.707 Euro pro Quadratmeter klettere. Der Medianwert sei dabei um 43 Euro auf 4.276 Euro pro Quadratmeter gestiegen. (bm)

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